Analfissur
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Schleimhauteinriss an der Haut des Afters.
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Ursachen
Häufig ist eine forcierte Defäkation z.B. bei Verstopfung die Ursache. Weiterhin können die Einrisse bei Entzündungszuständen (z.B. bei Hämorrhoiden oder Analfisteln) durch einen Elastizitätsverlust der Haut entstehen.
Symptome
Schmerz nach dem Stuhlgang sind typisch. Gelegentlich treten schwache Blutungen auf. Typisch sind die krampfartigen Schmerzen nach einigen Minuten, aus denen vor Angst vor dem nächsten Stuhlgang eine hartnäckige Verstopfung bis hin zum Ileus resultieren können.
Diagnose
Die Diagnose wird normalerweise aus den klinischen Angaben des patienten und der Inspektion des Afters gestellt. Dabei ist die Fissur typischerweise bei 6 Uhr in Steinschittlage, seltener bei 12 Uhr sichtbar. Bei der Palpation sind ein tastbares schmerzhaftes Geschwür sowie der Sphinkterspasmus richtungsweisend.
Therapie
Die Therapie besteht in der bei frischen Analfissuren in der Anwendung von Salben mit Lokalanästhesie-Zusatz oder das Einspritzen von Lokalanästhetika. In Narkose kann eine vorsichtige Dehnung des Sphinkters hilfreich sein. Bei chronischen Fissuren ist die Therapie der Wahl die Ausschneidung (Exzision) der Fissur samt des vernarbten Gewebes mit eventuell zusätzlicher teilweiser Spaltung des Schließmuskels (Sphinkterotomie). Nach Abheilung sollte eine Kontrolle des Befundes erfolgen.
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