Analytischer Sprachbau

Sprachtypologie
Morphologische Typologie
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Agglutinierender Sprachbau
Polysynthetischer Sprachbau
Morphosyntaktische Anordnung
Syntaktischer Angelpunkt
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Ergativ-Absolutiv-Sprachen
Zeit-Art-Ort
Ort-Art-Zeit
Subjekt-Prädikat-Objekt
Subjekt-Objekt-Prädikat
Prädikat-Subjekt-Objekt
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Ein analytischer Sprachbau ist in der Sprachtypologie von Humboldt und Schlegel eine Sprache, in der die grammatische Funktion eines Begriffes durch unabhängige Einzelwörter deutlich gemacht wird. Man spricht in diesem Zusammenhang von analytischen Sprachen. Im Gegensatz dazu stehen die synthetischen und polysynthetischen Sprachen, in denen verschiedene Information durch Flexion in einzelne Wörter inkorperiert werden.

Das Chinesische (aller „Dialekte“) ist ein sehr gutes Beispiel für analytische Sprache. Zur Veranschaulichung:

Alle meine Freunde wollen Eier essen
wo de péngyou men dou yào chi dàn
Ich possessiv Freund Plural alle wollen essen Ei

Wie zu sehen repräsentiert ein einzelnes Wort hier eine einzelne Funktion. Im Deutschen wird hingegen beispielsweise die Information Plural durch Flexion in die Worte integriert. Allerdings enthält auch das Deutsche vielerlei analytische Elemente. In der Phrase „in meinen Häusern“ werden beispielsweise die Information Lokativ und Possessiv der 1. Person durch separate Wörter zum Ausdruck gebracht, man vergleiche hiermit das bedeutungsgleiche finnische Wort „taloissani“: talo („Haus“) + i (Plural) + „ssa“ (Inessiv, „in“) + ni („mein“)

Südostasien ist ebenfalls die Heimat vieler analytischer Sprachen, wie Thai oder Vietnamesisch.

See also: Analytischer Sprachbau, Agglutinierender Sprachbau, Chinesische Sprache, Ergativ-Absolutiv-Sprachen, Flektierender Sprachbau, Flexion, Fusionaler Sprachbau, Humboldt, Inessiv