Anatole Litvak

Anatole Litvak (* 10. Mai 1902 in Kiew; † 15. Dezember 1974 in Neuilly-sur-Seine bei Paris) war ein aus der Ukraine stammender Filmemacher, der in einer Vielzahl von Ländern und Sprachen Filme schrieb, drehte und produzierte.

Anfangs arbeitete er an einem Theater in Sankt Petersburg, wo er auch Schauspielunterricht nahm. In den 1920er Jahren drehte er Filme in Deutschland, musste dann aber in den 1930er Jahren als Jude vor dem Nationalsozialismus fliehen. Er arbeitete danach erfolgreich in England und Frankreich, bevor er das Angebot erhielt, nach Hollywood zu wechseln.

1937 wurde Litvak der dritte Ehemann der Schauspielerin Miriam Hopkins, die Ehe wurde aber bereits 1939 wieder geschieden. Seine zweite Ehe schloss er mit der Kostümbildnerin Sophie Steur, die an einigen seiner Filme mitarbeitete. Diese Ehe hielt bis zu seinem Tod.

Litvak arbeitete im Zweiten Weltkrieg für die US-Armee und zusammen mit Frank Capra an der Serie "Why We Fight". Da er die russische, deutsche und französische Sprache beherrschte, spielte er eine wesentliche Rolle bei der Dokumentierung der amerikanischen Invasion in der Normandie (D-Day).

Nach Kriegsende kehrte er nach Hollywood und zum Film zurück, begann dann aber Mitte der 1950er Jahre mit Arbeiten in Europa. Am bekanntesten ist sein in Paris entstandener Film Anastasia mit Ingrid Bergman, Yul Brynner und Helen Hayes, ein großer kommerzieller Erfolg in den 1950er Jahren angesichts der (in den 1990er Jahren widerlegten) Gerüchte um die gleichnamige Zarentochter.

Litvak und seine Arbeiten wurden mehrfach für den Oscar nominiert:

1961 wurde Goodbye Again in Cannes für die Goldene Palme nominiert.

Für seine Leistungen erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

Filmografie

Weblinks

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Personendaten
Litvak, Anatole
aus der Ukraine stammender Filmemacher
10. Mai 1902
Kiew
15. Dezember 1974
Neuilly-sur-Seine bei Paris

See also: Anatole Litvak, 10. Mai, 15. Dezember, 1902, 1920er, 1930er, 1937, 1939