Andreas Gursky

Andreas Gursky (* 1955 in Leipzig) ist ein deutscher Fotograf.

Andreas Gursky lebt und arbeitet in Düsseldorf. Von 1978 bis 1981 sutudierte an der Universität Gesamthochschule Essen „Visuelle Kommunikation„ bei Otto Steinert und Michael Schmidt. Daran schloss sich ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher an, dessen Meisterschüler er von 1985 an war. Das Studium schloss er 1987 ab. Andreas Gursky gehört wie z. B. die profilierten deutschen Fotografen Axel Hütte, Rolf Sasse, Thomas Struth und Thomas Ruff zur Gruppe der „Becher-Schüler“.

Andreas Gursky begann seine künstlerische Arbeit mit kleinformatigen Arbeiten, fand aber schon 1988 zu großen Formaten und der elektronischen Bildverarbeitung. Unverkennbar ist der Einfluss von Bernd und Hilla Bechers dokumentarischer Praxis. Gursky geht wie seine Lehrer konzeptuell vor, wendet sich allerdings anders als diese einer Vielzahl von Gegenständen mit seiner Großbildkamera zu. Er fotografiert u. a. Landschaften, Architektur und Innenräume. Gursky fotografiert farbig, indem er die Farbe eher verhalten einsetzt, mit den technischen Möglichkeiten des Großformats eine hohe Präzision der Abbildung erreicht und mit dem Werkzeug computergestützter Bildbearbeitung jedoch in die Abbildung eingreift. So erzeugt er in zahlreichen Aufnahmen künstliche Wirkungen, die auf Montagen beruhen.

In der Aufnahme eines Rockkonzerts vergrößert er beispielsweise digital das Publikum und erreicht damit Irritationen über die Wirklichkeitstreue des Bildes. Stehen hier medienkritsche Verfahren im Vordergrund, wendet er sich mit anderen Sujets kritisch der Konsum- und Produktionswelt zu (z. B. mit der Fotografie eines Prada-Schuhgeschäfts, in dem die Inszenierung der Ware selbst ikonografischen Charakter erhalten). All seinen Arbeiten sind Fragen an die Moderne, ob Konsum, Architektur, Landschaftsgestaltung oder Popkultur, gemeinsam. Sein distanzierter Blick, verstärkt durch die Präzision des Großformats der Kamera, bezieht sich gleichsam auf die Anonymität moderner Existenz und die Austauschbarkeit von Plätzen und Orten in den modernen Industriegesellschaften.

Suggestivkraft erhalten seine Fotografien vielfach durch die Größe der Abzüge mit mehreren Metern Kantenlänge. Typisch für Gurskys Vorgehen ist ferner, dass den Aufnahmen ein zentraler Gegenstand fehlt. Alle Details scheinen gleich bedeutend zu sein. Auffallend ist gleichermaßen die ausgesprochen ästhetische Inszenierung der Objekte, ihrer ausgewogenen Farbigkeit ebenso wie dem harmonischen Bildaufbau, den digitale Eingriffe oft verstärken.

Gurskys Fotografien erreichen auf dem internationalen Kunstmarkt (Stand 2005) Spitzenpreise (im Jahre 2001 erzielte eine Fotografie einen Preis von über 700.000 €). Seine Werke befinden sich im Besitz internationaler Museen und privater Sammlungen.

Ausstellungen (Auswahl)


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Personendaten
Gursky, Andreas
deutscher Fotograf
1955
Leipzig Deutschland

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