Anna Siemsen

Anna Siemsen (* 18. Januar 1882 im Dorf Mark, heute Hamm; † 22. Januar 1951 in Hamburg) war eine Pädagogin und Politikerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Anna Siemsen studierte Germanistik, Philosophie und Latein in München, Münster und Bonn. Im Jahr 1909 promovierte sie zum Dr. phil.; 1910 legte sie das Staatsexamen für den Unterricht an höheren Schulen ab. Es folgte in ihrer pädagogischen Ausbildung 1912 die Ergänzungsprüfung im Fach Evangelische Religion an der Universität Göttingen.

In den Jahren 1920/1921 war sie Beigeordnete für das Fach- und Berufsschulwesen in Düsseldorf, wechselte dann für die Zeit von 1921 bis 1923 als Oberschulrätin beim Magistrat nach Berlin. Im Rahmen der Greilschen Schulreform wird sie am 24. August 1923 Oberstudienrat für die 'Allgemeinschulen des Schulgebietes Jena-Weimar'. Im gleichen Jahr erhielt sie eine Honorarprofessur an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1932 wurde ihr diese Honorarprofessur durch den nationalsozialistischen Volksbildungsminister Waechtler entzogen. Es folgte 1933 die Emigration in die Schweiz. Dort heiratete sie 1934 Walter Vollenweider, den seinerzeitigen Sekretär der Schweizer Arbeiterjugend. Nach dem 2. Weltkrieg kehrte Anna Siemsen 1946 nach Deutschland zurück und übernahm 1947 die Leitung eines Sonderlehrgangs zur Ausbildung von Volksschullehrern. Von 1947 bis 1949 hatte sie einen Lehrauftrag für neuere Literatur an der Universität Hamburg inne. In den Folgejahren von 1949 bis 1951 lehrte sie am Pädagogischen Institut der Universität Hamburg.

Politisches Leben

Anna Siemsen war von 1919 bis 1922 Mitglied in der USPD und saß 1919/1920 als Stadtverordnete der USPD in der Düsseldorfer Stadtverordnetenversammlung. Von 1923 bis 1931 folgte die Mitgliedschaft in der SPD, für die sie von 1928 bis 1930 Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Leipzig war. In den Jahren 1931 bis 1933 war Anna Siemsen Mitglied in der SAPD.

Während ihrer Emigrationszeit arbeitete Anna Siemsen von 1933 bis 1946 in der SPS mit. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie von 1946 bis zu ihrem Tod im Jahr 1951 Mitglied in der SPD.

Werke

Literatur

Weblinks

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Personendaten
Siemsen, Anna
Pädagogin und Politikerin
18. Januar 1882
im Dorf Mark, heute Hamm
22. Januar 1951
Hamburg

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