Anschluss (Film)

Anschluss bezeichnet in der Filmtheorie den stimmigen Übergang zwischen zwei Einstellungen.

Der Anschluss muss sicherstellen, dass alle Details von einer Einstellung zur nächsten zueinander passen. Wenn dies nicht geschieht, spricht man von einem Anschlussfehler. Typische Anschlussfehler sind Änderungen der Stellung oder Körperhaltung von Schauspielern, Änderungen in der Kleidung oder Ausstattung, oder Sprünge in der angezeigten Uhrzeit oder Beleuchtung von einer Einstellung zur nächsten. In Aktionfilmen bebachtet man häufig, daß Beschädigungen von Fahrzeugen oder Gegenständen sich von Einstellung zu Einstellung verändern.

Das Problem des Anschlusses entsteht, da Szenen von Spielfilmen aus Gründen der Effizienz nicht in der Reihenfolge gedreht werden, in der sie im fertigen Film erscheinen, sondern in einer anderen Reihenfolge, die meist durch die Verfügbarkeit von Schauspielern, Drehorten und anderen Ressourcen vorgegeben wird. Zwei im fertigen Film direkt aufeinander folgende Szenen können also mit großem zeitlichen Abstand gedreht worden sein.

Bei Filmproduktionen ist in der Regel eine eigene Person nur damit betraut, diese Fehler zu vermeiden. Dazu werden in der Regel Fotos von Szenen gemacht, nach denen beim Drehen der späteren Anschlussszene Requisiten u.ä. passend arrangiert werden.

Oft wird der Anschluss auch mit dem englischen Fachausdruck Continuity bezeichnet.

See also: Anschluss (Film), Effizienz, Einstellung (Film), Ressource, Schauspieler, Spielfilm, Drehen (Film)