Antarktische Konvergenz

Die antarktische Konvergenz oder auch Meinardus-Linie ist jene Zone, in der kaltes, nordwärts fließendes Oberflächenwasser der Antarktis auf südwärts fließendes warmes Oberflächenwasser aus dem Norden (den subantarktischen Bereichen des Atlantiks, Pazifiks und des Indischen Ozeans) trifft. Sie verläuft etwa auf dem 50. Breitengrad und bildet die Nordgrenze des Südpolarmeers.

Da das Wasser aus der Antarktis kälter ist, besitzt es eine höhere Dichte als das aus dem Norden kommende wärmere Wasser. Deshalb sinkt es an der Konvergenzzone auf etwa 800 m Wassertiefe ab und fließt nördlich. Anders als bei Süßwasser, das sein Dichtemaximum bei etwa 4°C hat (sogenannte Dichteanomalie des Süßwassers), nimmt die Dichte von Salzwasser bei sinkenden Temperaturen weiter zu. Deshalb ist das kältere Wasser aus dem Süden schwerer als das wärmere aus dem Norden.

Die Lage der antarktischen Konvergenz hängt von Längengrad, Wetter und Jahreszeit ab und kann sich um etwa 150 km nördlich oder südlich ändern, liegt aber im allgemeinen bei etwa 50°C südlicher Breite. Zu erkennen ist sie daran, dass die Temperatur des Oberflächenwassers, die nördlich von ihr bei etwa 8°C liegt, abrupt auf unter 2°C abfällt.

Innerhalb dieser Zone liegen folgende, nicht küstennahe antarktische Streuninseln, die eindeutig als polar anzusehen sind: Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Peter-I.-Insel, Bouvet-Insel, Heard-Insel, Macquarie-Insel, Scott-Insel und die Balleny-Inseln.

Literatur

Sandford Moss und Luisa deLeiris. Antarktis. Ökologie eines Naturreservats. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg - Berlin - New York 1992 ISBN 3-86025-051-5

See also: Antarktische Konvergenz, Antarktis, Atlantik, Balleny-Inseln, Bouvet-Insel, Breitengrad, Dichte, Dichteanomalie, Heard-Insel, Indischer Ozean