Anthropometrie
Anthropometrie ist die Lehre von den Maßen des menschlichen Körpers.
Anthropometrie wird vor allem in der Ergonomie zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, Werkzeug und Möbeln gebraucht sowie im Arbeitsschutz zur Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen z.B. Bemessungen von Schutzabdeckungen oder Abständen zu gefahrenträchtigen Teilen verwendet.
Die Ergebnisse der Anthropometrie werden meist nicht direkt verwendet, sondern in Datentabellen oder Normen abgelegt, um dort z.B. der Klassifikation von Bewegungen zu dienen. Dort liegen die mit der Anthropometrie erhobenen Daten zur Umsetzung durch andere Fachbereiche bereit. In den Tabellen werden nicht nur die Durchschnittswerte, sondern auch das 5. und 95. Perzentil angegeben. Dabei beudeuten bei der Körpergröße die Hinweise:
- 5. Perzentil: nur 5 % sind kleiner
- 50. Perzentil: 50 % sind kleiner bzw. größer (Medianwert)
- 95. Perzentil: nur 5 % sind größer
Wirtschaftsgeschichtler nutzen die Körpergrößen-Angaben als Indikator für den Lebensstandard. In früherer Zeit versuchte die Anthropometrie, angeblich vorhandene Zusammenhänge zwischen Körpermerkmalen und Charaktermerkmalen zu belegen.
Normen
- EN ISO 7250 Wesentliche Maße des menschlichen Körpers für die technische Gestaltung
- DIN 33402 Körpermaße des Menschen
- Teil 1 Begriffe
- Teil 2 Werte
- DIN 33408 Körperumrißschablone
- DIN 33411 Körperkräfte des Menschen
Körperbewegung
Aus der angewandten Anthropometrie kommend, gibt es einige Möglichkeiten, Bewegungen zu klassifizieren und einzuteilen. Einige Beispiele für Körperbewegungen aus dem Bereich der Motorik:
- Flexion (beugen)
- Extension (strecken, dehnen)
- Abduktion (von der Körpermitte fort)
- Adduktion (zur Körpermitte hin)
- Rotation (drehen der Körperachse)
- Circumdation (Kreis- oder halbkreisförmige Bewegung)
