Anton Reicha

Antonin Reicha (* 26. Februar 1770 in Prag, † 28. Mai 1836 in Paris) war ein tschechischer Komponist, Professor und Flötist, der eine lange Zeit seiner künstlerischen Erfolge allerdings in Paris lebte.

Er musizierte 1785 als 2. Flötist in der Kurfürstlichen Kapelle zu Bonn. Während dieser Zeit lernte er Ludwig van Beethoven kennen, der im gleichen Orchester die Bratsche spielte. Die beiden verband eine langandauernde Freundschaft. Von 1802 bis 1808 lebte er in Wien und hatte als Komponist von Gelegenheitsmusik beachtlichen Erfolg. In Wien nahm er Unterricht bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri. Im Jahre 1808 übersiedelte er nach Paris, wo er großes Ansehen als Komponist für Bläser gewann. 1818 wurde er als Nachfolger von Étienne Nicolas Méhul Professor für Komposition am Konservatorium in Paris. 1831 wird er mit der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Zu seinen Schülern gehören Hector Berlioz, Franz Liszt, Charles Gounod und César Franck.

Mit seiner Komposition für Blasorchester Musique pour célébrer la Mémoire des Grands Hommes et des Grands Evénements de la Republique Française, die auch unter dem ebenso unhandlichen Titel Musique Funèbre pour célébrer la Mémoire des Grands Hommes que se sont illustrés au Service de la Nation Française bekannt ist, knüpft Reicha an die gute Tradition von Blasorchester-Symphonien, wie sie François-Joseph Gossec, Louis Emmanuel Jadin und Hyacithe Jadin komponiert hatten, an. Sie bereitet die von Hector Berlioz Symphonie Funèbre et Triomphale, opus 15, (1840) vor. Vor der Aufführung gab Reicha umfangreiche, detaillierte Anweisungen an die Musiker.

Inhaltsverzeichnis

Werke

Werke für Orchester

Werke für Blasorchester

Geistliche Musik und Messen

Kammermusik

Reicha, Anton Reicha, Anton Reicha, Anton Reicha, Anton Reicha, Anton Reicha, Anton

Personendaten
Reicha, Anton
Reicha, Antonin
tschechischer Komponist und Professor
26. Februar 1770
Prag/Tschechien
28. Mai 1836
Paris/Frankreich

See also: Anton Reicha, 1770, 1785, 1796, 1798, 1799, 1800, 1802, 1803