Antonius von Padua

[[Bild:Francisco de Zurbarán 034.jpg|thumb|230px|Francisco de Zurbarán: Hl. Antonius von Padua, um 1640]] [[Bild:Hans Fries 002.jpg|thumb|230px|Hans Fries: Predigt des Hl. Antonius von Padua, 1506]] Antonius von Padua (* 1195 in Lissabon, † 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua) war ein portugiesisch-italienischer Franziskanermönch, Theologe und Prediger. Er ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche.

Er entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er in den Franziskanerorden über und ging als Missionar nach Marokko. Wegen einer Krankheit musste er Marokko wieder verlassen; durch einen Sturm gelangte er nach Sizilien, lebte einige Zeit als Einsiedler bei Assisi und konnte dort 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teilnehmen, wo seine besondere Redebegabung auffiel. Daher wurde er beauftragt, in Italien gegen die Katharer und in Südfrankreich gegen die Albigenser und Waldenser zu predigen.

1227 kehrte er nach Oberitalien zurück, wo er als Bußprediger, Ordensprovinzial und an der Universität Bologna als Lektor der Theologie für die Minderen Brüder der Franziskaner wirkte.

Von seinen Aufgaben, vor allem den Reisen, erschöpft, zog er sich 1230 von seinen Ämtern zurück. Er starb am 13. Juni 1231 bei Padua.

Legenden

Antonius machte sich bei den Gläubigen einen bleibenden Namen vor allem durch seine sehr geschätzten Wundertaten, die zahlreich gewesen sein sollen. Sein berühmteses Wunder vollbrachte er nahe der Stadt Rimini: Da sein Versuch, den Stadtbewohnern eine Predigt gegen die Lehren der Albigenser, die die Stadtbewohner annahmen, darzubieten fehlschlug, richtete der Heilige seine Worte am Ufer des Meeres an die Fische. Das Wunder wird folgendermaßen beschrieben: "In Massen kamen die Fische ganz eilfertig dem Gestade zugeschwommen, hoben die Köpfe aus dem Wasser und hörten die Predigt. (...) Die seltsamen Zuhörer lauschten andächtig seinen Worten und gaben durch mancherlei Bewegungen ihren Beifall zu erkennen. Nach vollendeter Predigt des wundertätigen Mannes haben alle Fische ihre Köpfe geneigt und sich bedankt für die wunderschöne Lehre und schwammen wiederum im Wasser." (zitiert nach: P. Arnulf Götz OFM.: Antoniusbüchlein. Andachtsbüchlein für die Verehrer des großen Wundertäters von Padua (21. Auflg.), Kevelaer, o. J., S.32-35.)

Verehrung

Antonius wurde auf das stürmische Verlangen des Volkes hin bereits elf Monate nach seinem Tod heiliggesprochen; der Kanonisierungsprozeß war der bis dahin kürzeste der Kirchengeschichte. 1946 wurde er zum Kirchenlehrer ernannt.

Dem heiligen Antonius von Padua werden zahlreiche Patronate zugeordnet; besonders bekannt ist sein Patronat für die Armen (unter dem Namen Antoniusbrot werden Spenden für Notleidende gesammelt) und für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände (daher auch der Scherzname "Schlampertoni"). Antonius gilt als ausgesprochen populärer Heiliger.

Antonius wird oft als Franziskaner mit dem Jesuskind auf dem Arm dargestellt.

Sein Gedenktag ist der 13. Juni.


Der heilige Antonius von Padua ist nicht zu verwechseln mit dem heiligen Wüstenvater Antonius dem Großen (auch Antonius Abbas oder im Volksmund Sautoni).

Bild nicht gefunden


Weitere multimediale Inhalte auf den Commons: „Antonius von Padua“.
Personendaten
Antonius von Padua
portugiesisch-italienischer Franzsikaner und Heiliger
1195
Lissabon
13. Juni 1231
Arcella bei Padua

See also: Antonius von Padua, 1195, 1220, 1221, 1227, 1230, 1231, 13. Juni