Aquaplaning

Aquaplaning (selten auch Aufschwimmen) ist die Bezeichnung für die Unterbrechnung des Kontaktes zwischen Autoreifen und Fahrbahn bei hoher Geschwindigkeit aufgrund eines dünnen Wasserfilms und führt zum Verlust der für das Spurhalten, Lenken, Bremsen und Beschleunigen benötigten Haftreibung.

Aquaplaning entsteht, wenn die Fahrbahn von einem durchgehenden Wasserfilm bedeckt ist, der bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr vom Reifen verdrängt werden kann. Bei der Abrollbewegung des Rades entsteht ein keilförmiger Bereich, in dem das Wasser zwischen Rad und Fahrbahn verbleibt und so die Bodenhaftung verhindert.

Aquaplaning kann nur durch eine Verminderung der Geschwindigkeit verhindert werden. Auch bei Beachtung der Vorschriften der gesetzlichen Mindestprofiltiefe der Reifen (1,6 mm) kann Aquaplaning beim PKW ab etwa 80 km/h auftreten. Bei LKWs dagegen tritt aufgrund des Gewichts Aquaplaning gar nicht auf.

Beim Auftreten von Aquaplaning darf der Fahrzeugführer auf keinen Fall stark bremsen oder gar das Lenkrad in eine andere Richtung drehen. Sobald das Fahrzeug wieder Fahrbahnkontakt bekommt könnten diese Änderungen der Fahrzeugbedienung zu nicht vorhersehbaren Fahrzeugreaktionen führen. Das Lenkrad sollte in seiner Stellung belassen werden, nach Möglichkeit sollte die Kupplung getreten werden oder bei Automatikfahrzeugen die Fahrstufe "N" eingelegt werden.

Siehe auch: Themenliste Straßenverkehr, ÖAMTC, Themenliste Straßenbau

See also: Aquaplaning, Autoreifen, Fahrbahn, Geschwindigkeit, Haftreibung, Keil, Personenkraftwagen, Rad, Themenliste Straßenbau, Themenliste Straßenverkehr