Araber

left|25px|Begriffsklärung Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Volk der Araber. Für die gleichnamige Pferderasse siehe Araber (Pferd).

Die Zuordnung einer Person zur Gruppe der Araber kann auf unterschiedlicher Grundlage erfolgen:

Oft spielen mehrere oder alle Merkmale eine Rolle. So sind nach Sir Hamilton Gibb Araber solche Menschen, "für die die Mission des Propheten Muhammad und die Erinnerung an das Arabische Reich das zentrale historische Faktum sind und die darüber hinaus die arabische Sprache und ihr kulturelles Erbe als ihre gemeinsame Wurzel betrachten und an ihr festhalten."

Nachdem die Definition in unterschiedlichen Kulturkreisen und Zeiten stark voneinander abweicht, ist eine eindeutige Zuweisung nur im entsprechenden Kontext möglich.

Inhaltsverzeichnis

Textquellen

Die ältesten Überlieferungen stammen von den Assyrern (Inschrift aus dem Jahre 853 v.Chr.), aus der Genesis (10. Kapitel) und von Aischylos (Prometheus, Die Perser).

In den assyrischen Texten tauchen die Begriffe "Arabi", "Arabu" oder "Urbi" häufig als Bezeichnung für einen Landstrich oder für ein Volk auf, das in der nördlichen Region der arabischen Halbinsel lag bzw. lebte. Nicht zu verwechseln mit dem Volk der Sabäer die im Königreich Saba auf dem Staatsgebiet des heutigen Jemens lebten. Herodot und viele andere griechische und lateinische Schriftsteller bezeichneten als Arabien die ganze Arabische Halbinsel und als Araber alle ihre Bewohner (einschließlich derer der ostägyptischen Wüste zwischen Nil und Rotem Meer).

Auf Relikten der im Süden der arabischen Halbinsel lebenden Stämme (Sabäer) wird der Begriff zum ersten mal von Personen, die auf der arabischen Halbinsel leben, gebraucht. Als Araber werden Beduinen und Räuber bezeichnet. Somit dient das Wort der Trennung der sesshaften Bevölkerung von der nomadisierenden Bevölkerung.

In arabischer Sprache, aber noch in nabatäisch-aramäischer Schrift verfasst, tauchte das Wort 'raber im frühen vierten Jahrhundert nach Christus in einem Text der Grabinschrift von Namara auf und erzählt die Geschichte eines "Königs aller Araber" (Imru al-Qais), der die Oberherrschaft über alle Nomaden in Nord- und Zentralarabien beanspruchte.

Linguistische Definition

Zur Herkunft des Wortes arab existieren mehrere Ansätze. Einige führen es zurück auf die semitische Wurzel "Westen", die von den Bewohnern Mesopotamiens auf die Völker westlich des Euphrattals angewandt wurde; auch "Abhar" für "reisen, weiterziehen" wird als möglich angenommen.

"A'raabi أعرابي" und "arabi عربي"; A'raabis sind die Nomaden, während arabis die Bewohner der Städte waren.

Arabisch-Islamische Expansion

Im Zuge der islamischen Expansion breiteten sich die Araber im 7. und 8. Jahrhundert von ihrem ursprünglichen Gebiet auf der arabischen Halbinsel nach Nordafrika, Spanien, Palästina, Syrien und Persien aus.

Bedeutungswandel des Wortes

Die Bedeutung des Begriffes Araber unterlag einem gewissen Wandel:

Konfessionen

Wird noch vervollständigt.

Die große Mehrzahl der Araber sind Muslime der verschiedenen islamischen Konfessionen.

Die christlichen Araber gehören überwiegend den altorientalischen Kirchen an, wie z.B. der Assyrischen Kirche des Ostens, der koptischen Kirche oder der Syrisch-orthodoxen Kirche, in Syrien und Palästina finden sich aber auch viele Östlich-Orthodoxe und im Libanon katholische Maroniten. In neuerer Zeit gibt es auch kleine Gruppen von Protestanten, meist durch US-amerikanische Mission.

Organisationen

Literatur

See also: Araber, 1. Buch Mose, Abbasiden, Aischylos, Altorientalische Kirchen, Araber (Pferd), Arabien, Arabische Halbinsel, Arabische Liga