Aragonit
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| thumb|right|Aragonit |
Als Aragonit bezeichnet man eine Modifikation des Calciumcarbonats (CaCO3). Es handelt sich hierbei um eine rhombisch kristalline Modifikation.
Neben dem Aragonit gibt es noch zwei weitere Modifikationen des Calciumcarbonats, Kalzit (Kalkspat) und Vaterit. Die stabilste der drei Modifikationen ist der Kalzit, welcher vor allem als Kalkstein, Kreide und Marmor in der Natur vorkommt.
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Mineralogie
left|thumb|Sprudelstein Es gibt mehrere Ausbildungsformen des Aragonits: die Eisenblüte (korallenartig), der Sprudelstein, der Erbsenstein, stengelig, faserig, stalaktisch und dentritisch.
Bei dem Aragonit handelt es sich um ein orthorhombisches Carbonat, das Prismen mit keilförmigen Enden ausbildet, die Aggregate sind parallelfaserig, radialstrahlig oder nadelig.
Die Farbe ändert sich je nach Variante: Der Sprudelstein ist rötlich, die Eisenblüte und der Erbsenstein sind weiß-gräuchlich, auch farblose Varianten des Aragonits gibt es, die Strichfarbe ist weiß. Aragonit weist eine Dichte von 2,95 g/cm³ und eine Härte von 3,5-4 auf der Mohsschen Skala auf. Aragonit kommt in den Glanzarten Glasglanz, Bleiglanz und Fettglanz vor. Es bricht nur unvollkommen und muschelig. Bis auf eine Varietät des Aragonits sind alle lichtundurchlässig.
Aragonit lässt sich leicht von Säuren und Laugen angreifen. Besonders von Borsäure und Borax wird das Kristall geschädigt.
Es gibt viele dem Aragonit ähnliche Minerale wie zum Beispiel Baryt, Gips, Calcit und Quartz.
Vorkommen
Aragonit ist der Hauptbestandteil des Perlmutts und daher der Perlen, welche vom Mantel der Muscheln gebildet werden. Auch das Skelett der Steinkorallen besteht aus Aragonit. Die Typlokalität ist Aragon. In den Hohlräumen von Ergusssteinen kommt es als Eisenblüte vor, in Thermalquellen als Sprudelstein und als Erbsenstein.
Geschichte
Der Name Aragonit stammt von seinem Entdecker Francois Arago, welcher 1811 als erster am Quarz das optische Drehvermögen entdeckte.
Siehe auch
Weblinks
Kategorie:Mineral
