Arbeitskult
Der Begriff Arbeitskult beschreibt den Kult um die Arbeit, also eine überhöhte Verehrung, wie sie beispielsweise der Ostblock künstlerisch in den Werken des sozialistischen Realismus sichtbar pflegte.
Es wurden Arbeiter und Angestellte als Helden der Arbeit verklärt dargestellt. Auch dem Nationalsozialismus wird ein Arbeitskult vorgeworfen, "Arbeit macht frei" stand als zynisches Motto über dem Tor des Konzentrationslagers Auschwitz. Sparsamkeit, Fleiß und harte Arbeit sind Tugenden, die der Calvinismus hervorhebt.
Ein Arbeitskult wurde von Paul Lafargue heftig kritisiert.
Da Arbeit heute eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darstellt, spricht man heute nicht von einem Arbeitskult, wenn etwa in der Politik mehr Arbeitsplätze angestrebt oder Beschäftigungsgesellschaften für Arbeitslose geschaffen werden (ABM). Es überwiegt die Ansicht, dass man einen Job aus wirtschaftlicher Notwendigkeit und nicht etwa aus moralischen Gründen ausübt.
Siehe auch
Arbeitsethos, Arbeitsethik, Sozialismus, Kapitalismus, Grundeinkommen Kategorie:Arbeit
