Arni AG
| Wappen | |
|---|---|
| 98px|Wappen von Arni
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Aargau |
| Bezirk: | Bremgarten |
| BFS-Nr.: | 4061 |
| PLZ: | 8905 |
| Koordinaten: | 47° 17' n. Br. 8° 25' ö. L. |
| Höhe: | 568 m ü. M. |
| Fläche: | 3.37 km² |
| Einwohner: | 1518 (31. Dezember 2004) |
| Website: | www.arni-ag.ch |
| Karte | |
| 299px|Karte von Arni
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Arni ist eine Gemeinde des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt im Bezirk Bremgarten an der Grenze zum Kanton Zürich und entstand erst 1983 durch die Trennung der ehemaligen Gemeinde Arni-Islisberg.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Das Dorf liegt inmitten einer muldenförmigen Hochebene, etwa mehr als drei Kilometer östlich der Reuss. Diese wird im Norden und Süden durch leichte Steigungen begrenzt. Nur im Osten, in Richtung Islisberg, wird das Gelände steiler. Die Ebene wird über den Arnibach entwässert, der bei Unterlunkhofen in die Reuss fliesst.
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 337 Hektaren, davon sind 95 Hektaren mit Wald bedeckt und 41 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 642 Metern, die tiefste Stelle liegt auf 517 Metern.
Nachbargemeinden sind Aesch ZH im Norden, Islisberg im Osten, Hedingen im Südosten, Jonen im Südwesten, Oberlunkhofen und Unterlunkhofen im Westen sowie Oberwil-Lieli im Nordwesten.
Geschichte
Die ältesten Besiedlungsspuren auf dem Gemeindegebiet von Arni stammen aus der Zeit von 800 bis 500 v.Chr. Das Dorf war Teil des "Kelnhofs" Lunkhofen, das im Jahr 694 dem Kloster St. Leodegar in Luzern geschenkt worden war und neben Arni auch Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen und Unterlunkhofen umfasste. Die erste urkundliche Erwähnung von "Arne" erfolgte im Jahr 1184 in einer Urkunde des Klosters Engelberg. Der Name stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Ahorngehölz". Im Mittelalter gab es eine kleine Burg des Adelsgeschlechts Habsburg-Laufenburg, wovon allerdings nichts erhalten geblieben ist.
1291 kaufte Rudolf I. den "Kelnhof"; auch die Stadt Luzern und 15 weitere Dörfer gelangten für 2000 Mark Silber in den Besitz der Habsburger. Diese Transaktion war eine der Ursachen, dass die drei Urkantone die Alte Eidgenossenschaft gründeten. Nachdem der Kelnhof verwaltungstechnisch zuerst zum Freiamt Affoltern gehört hatte, bildete er zwanzig Jahre später ein eigenes Amt, das so genannten Kelleramt. Im Jahr 1415 wurde Arni durch die Stadt Zürich erobert. Während Zürich die Hohe Gerichtsbarkeit übernahm, lag die Niedere Gerichtsbarkeit bereits seit 1410 in den Händen der Stadt Bremgarten.
1529 wurde die Bevölkerung von Arni reformiert, musste aber 1531 nach der Zweiten Kappelerkrieg wieder zum Katholizismus übertreten. 1797 bewies die Stadt Bremgarten weise Voraussicht, als sie ein Jahr vor dem Zusammenbruch der alten Herrschaftsverhältnisse ihre Rechte an die Dorfgemeinschaften verkaufte. Nach der Eroberung der Schweiz durch die Franzosen und der Ausrufung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurde das Kelleramt aufgelöst und es entstanden die Gemeinden Ober- und Unterlunkhofen, Jonen, Arni und Islisberg. Diese gehörten zunächst zum kurzlebigen Kanton Baden und gelangten 1803 zum Kanton Aargau; die Bewohner hatten zunächst allerdings einen Anschluss an Zug oder Zürich favorisiert. Mit dem Beitritt zum neuen Kanton wurden Arni und Islisberg zur Gemeinde Arni-Islisberg zusammengeschlossen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Arni-Islisberg zu einer schnell wachsenden Agglomerationsgemeinde, wobei das Wachstum auf Arni beschränkt blieb. Die Bewohner des Ortsteils Islisberg fühlten sich immer mehr an den Rand gedrängt, obwohl sie selbständig über Steuerbelange, das Schulwesen und das Bauwesen entscheiden konnten. 1974 forderten sie in einer Konsultativabstimmung die Bildung einer eigenständigen Gemeinde. Der Grosse Rat des Kantons Aargau lehnte dies 1978 zunächst ab, da es noch keine gesetzlichen Grundlagen dafür gab. 1981 wurde dann die Trennung beschlossen, die ein Jahr später vom Grossen Rat oppositionslos bestätigt und am 1. Januar 1983 vollzogen wurde. Der Siedlungsdruck der Agglomeration Zürich führte zu einem markanten Bauboom und zur Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb von zwanzig Jahren.
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung bis 1970 inkl. Islisberg) | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1850 | 432 |
| 1900 | 434 |
| 1930 | 430 |
| 1950 | 397 |
| 1960 | 401 |
| 1970 | 650 |
| 1980 | 817 |
| 1990 | 966 |
| 2000 | 1302 |
Am 31. Dezember 2004 lebten 1518 Menschen in Arni, der Ausländeranteil betrug 9,6 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 41,6 % römisch-katholisch. 34,3 % reformiert und 1,9 % moslemisch. 2,0 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 94,8 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 1,3 % Französisch, 0,9 % Italienisch, je 0,6 % Albanisch und Englisch.
Behörden
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.
Die 5 Gemeinderäte sind:
- Michael Dürst, Gemeindeammann
- Heinz Pfister, Vize-Gemeindeammann
- Meinrad Rütimann
- Arthur Schmidinger
- Ingrid Stahl
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Bremgarten zuständig. Arni gehört zum Friedensrichterkreis Lunkhofen.
Wirtschaft
Arni besitzt etwa 60 Landwirtschafts-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe mit insgesamt rund 200 Arbeitsplätzen. Der überwiegende Teil der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet jedoch in der Agglomeration Zürich. Dank seiner ausgezeichneten Lage wird Arni als Wohnort für Pendler immer beliebter. Dazu trägt auch der attraktive Steuerfuss bei, der zu den niedrigsten im Kanton gehört.
Verkehr
Arni liegt per Auto knapp 15 Minuten von Zürich entfernt (bei den häufig vorkommenden Verkehrsstaus in Birmensdorf allerdings oft fast eine Stunde!). Zwei Postautolinien verkehren vom Bahnhof Wiedikon in Zürich über Arni nach Muri bzw. mit Affoltern am Albis. Ab 2008 wird Arni noch besser erreichbar sein, wenn die Westumfahrung Zürich (Autobahn A4) eröffnet wird.
Bildung
In Arni gibt es einen Kindergarten und eine Primarschule. Die Real- und die Sekundarschule können in Jonen besucht werden, die Bezirksschule in Bremgrten. Die nächstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Wohlen.
Weblinks
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