Asea Brown Boveri
Asea Brown Boveri ist ein Konzern der Elektrotechnik mit Hauptsitz in Zürich.
Die ABB entstand 1988 aus der Fusion der schwedischen Allmänna Svenska Elektriska Aktiebolaget (ASEA) und der schweizerischen Brown, Boveri & Cie (BBC) zur Asea Brown Boveri (ABB). Diese Fusion, durch die ABB zur weltweiten Nummer drei der Elektrotechnik wurde, galt damals als Meilenstein der Wirtschaftsgeschichte. Die wichtigsten Produkte des Konzerns waren Kraftwerke, insbesondere Gasturbinen-, Dampfturbinen- und Kombikraftwerke, Lokomotiven, Turbolader und elektrische Schaltanlagen.
Der damalige CEO, Percy Barnevik kaufte in den nächsten Jahren in großem Stil noch weitere Firmen ein. Eine dieser Firmen, die amerikanische Combustion Engineering, sah sich in den Neunzigerjahren in den USA mit riesigen Schadenersatzforderungen von Asbestopfern konfrontiert, was die Firma 2002 an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Die Firma ist dabei, einen Vergleich auszuhandeln.
In den 1990er Jahren wurde der Verwaltungsrat von Financiers wie Martin Ebner dominiert, denen der nötige lange Atem für das Lokomotiven- und Kraftwerkgeschäft fehlte. In der Folge wurde erst die Lokomotivabteilung an Daimler-Benz verkauft, woraus die Adtranz entstand, dann kam die Kraftwerkssparte an die Firma ALSTOM. Dies wirkte sich jedoch auch auf die übrigen Produkte des Konzerns, von denen viele Zulieferer der Kraftwerksparte waren, negativ aus.
Heute befasst sich ABB hauptsächlich mit Energie- und Automationstechnik für Versorgungs- und Industrieunternehmen und beschäftigt weltweit etwa 115.000 Mitarbeiter, davon 5000 in der Schweiz und 17.000 in Deutschland.
Vom 5. September 2002 bis zum 31. Dezember 2004 leitete Jürgen Dormann den Konzern als CEO und wurde am 1. 1. 2005 von Fred Kindle, bis dahin CEO der Sulzer AG, abgelöst. Seitdem widmet Dormann sich nur noch seinem Amt als Präsident des Verwaltungsrates.
Literatur
- Werner Catrina: ABB - Die verratene Vision, 2003, ISBN 3280060044
Weblinks
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