Auflichtmikroskopie

Bei der Auflichtmikroskopie werden die Objekte normalerweise von oben beleuchtet. Im mikroskopischen Bild erkennt man deshalb vor allem die äußeren Strukturen eines Präparates. Auflichtmikroskope liefern außerdem ein seitenrichtiges, räumliches Bild der Objekte (vgl.:Stereomikroskop). Die Auflichtmikroskopie wird überall da eingesetzt, wo feine äußere Strukturen untersucht werden müssen, z.B. bei der Bestimmung von Mikrofossilien, Mineralien, Insekten, Moosen sowie bei botanischen und zoologischen Präparationsarbeiten.

Da Auflicht-Mikroskope zur Erzeugung eines räumlichen Bildes zwei getrennte Strahlengänge besitzen, sind sie immer binokular ausgerüstet, d.h., auch bei den preiswerteren Geräten sind zwei Okulare für die Betrachtung mit beiden Augen vorhanden. Zusätzlich kann noch ein dritter Tubus zur Mikrofotografie angebracht sein Trinokular.

Viele Auflichtmikroskope können mit einer integrierten Niedervolt-Beleuchtung geliefert werden. Einige Geräte besitzen eine Lampe für die Auflichtbeleuchtung und eine zweite Lampe unter dem Objekttisch, so daß hiermit auch Präparate im Durchlicht untersucht werden können. Für viele Anwender mit höherem Anspruch ist es allerdings ratsam, ein Auflichtmikroskop ohne integrierte Beleuchtung anzuschaffen und statt dessen eine Halogen-Kaltlichtlampe (verstellbare Schwanenhalslampe) zur externen Beleuchtung vorzusehen. Diese ermöglichen eine optimale und schattenfreie Ausleuchtung aller Objekte, was z.B. bei der Auflichtmikrofotografie von entscheidender Bedeutung ist.


Kategorie:Optik

See also: Auflichtmikroskopie, Binokular, Okular, Präparat, Stereomikroskop, Trinokular