Schmelzen
Als Schmelzen bezeichnet man das Übergehen eines Stoffes vom festen in den flüssigen Aggregatzustand. Dieser Prozess erfolgt bei konstantem Druck immer bei einer bestimmten Temperatur, die Schmelzpunkt genannt wird. Während des Übergangs bleibt die Temperatur konstant, sämtliche zugeführte Wärme wird in die Zustandsänderung investiert. Die dazu benötigte Energiemenge wird Schmelzwärme genannt. Das Gegenteil des Schmelzens ist das Erstarren. Das flüssige Ergebnis wird oft als Schmelze bezeichnet.
Beispiele für Schmelzen
- Eisschmelze
- Schmelze von Salzen
- Glas- oder Quarzschmelze
- Magma bzw. Lava
- Metallschmelze (z.B. für Legierungen oder Erzgewinnung)
- Schmelze eines thermoplastischen Kunststoffs (beim Spritzgießen oder Extrudieren)
- Erschmelzen von Silizium für die Herstellung von Computer-Chips
Schmilzen und Schmelzen
Eigentlich heißt das Wort schmilzen, denn schmelzen ist die transitive Form. Beispiele: Der Schnee schmilzt, das heißt er geht vom festen in den flüssigen Zustand über. Die Sonne schmelzt den Schnee, das heißt die Sonne beziehungsweise deren Wärmestrahlung ist hier Subjekt (aktiv), der Schnee wird geschmolzen, ist also Objekt. Nicht immer wird zwischen schmilzen und schmelzen sprachlich korrekt unterschieden.
