Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, kurz Mahagonny genannt, ist eine Oper von Bertolt Brecht (Libretto) und Kurt Weill (Musik).

Handlung

Leokadja Begbick; Willy, der Prokurist (in den frühen Fassungen der Oper Fatty genannt); und Dreieinigkeitsmoses sind auf der Flucht vor den Konstablern. Sie wollen zu einer Küste, an der Gold gefunden wird. Doch der Wagen geht am Rande einer Wüste kaputt. Sie beschließen, da sie weder vor noch zurück können, eine Stadt zu gründen: Mahagonny, "das heißt: Netzestadt" (1,1), in der sie den Männern, die mit Geld von der Küste kommen, eben jenes mithilfe von Bars und Bordellen aus der Tasche ziehen wollen. Es soll dort Friede und Eintracht herrschen.

Und die Stadt wächst. Mit den Unzufriedenen aus aller Herren Länder kommen auch vier Holzfäller aus Alaska: Heinrich Merg, Joseph Lettner, Jakob Schmidt und Paul (Paule) Ackermann (in den frühen Fassungen: Sparbüchsenbilly, Alaskawolfjoe, Jack O'Brien und Jim (Jimmy) Mahoney). Sie wollen ebenfalls in Mahagonny glücklich werden. Kaum angekommen, verliebt Paul sich in die Hure Jenny. Doch auch Mahagonny hat seine Krisen: Die Preise sinken, die Leute reisen ab. Paul wird unzufrieden, als er ein Schild sieht mit der Aufschrift "Hier darfst du nicht..." und zu allem Überfluss zieht ein Hurrikan in Richtung Mahagonny. In dieser Nacht findet Paule das Gesetz der menschlichen Glückseligkeit: Du darfst alles! Denn kurz vor der Zerstörung durch einen Hurrikan, wird ihm klar, dass man keinen Taifun braucht, um zu zerstören, das kann der Mensch sehr gut alleine. Als Beispiel singt er gleich, trotz des Verbotes ein lustiges Lied. Der Hurrikan nähert sich Mahagonny, der Zuschauer erfährt den Weg des Taifuns durch Radiomeldung. Eine Minute vor Mahagonny jedoch macht der Sturm einen Bogen um die Stadt und verschont sie.

Ein Jahr nach dem Hurrikan: Weiterhin lebt man in Mahagonny nach dem Gesetz: Du darfst! Doch das hat Folgen: Pauls Freund Jakob überfrisst sich, Joseph stirbt bei einem Preisboxen gegen den Dreieinigkeitsmoses, nachdem er Paul überredet hatte, sein ganzes Geld auf ihn zu setzen. In der nächsten Szene gibt Paul sämtlichen Männern Mahagonnys einen Whisky aus. Doch als Begbick die Bezahlung von ihm will, fällt ihm ein, dass er kein Geld mehr hat. Da weder Jenny noch Heinrich für ihn bezahlen wollen, wird er festgenommen. Sein Prozess beginnt am nächsten Tag. Ein Mann, der einen anderen umgebracht hat, zahlt genug Bestechung, um freigesprochen zu werden. Doch Paul hat kein Geld mehr. Begbick, die als Richter fungiert, gräbt mehrere absurde Anklagepunkte gegen ihn aus: indirekter Mord an Joseph (zwei Tage Gefängnis), Verführung Jennys (vier Jahre Bewährungsfrist), Störung von Friede und Eintracht (zwei Jahre Ehrverlust), Singen eines lustigen Liedes (zehn Jahre Kerker) und der Hauptpunkt der Anklage: Zechprellerei, für den das Urteil Tod lautet. Paule nimmt Abschied. Seine Hinrichtung wird zum Anlass von Protesten in Mahagonny. Die Stadt versinkt letztendlich im Chaos.

Uraufführung

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny wurde am 9. März 1930 in Leipzig uraufgeführt.


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