Auftragstaktik
Die Auftragstaktik ist ein zentraler Bestandteil der Taktik deutscher Streitkräfte seit dem 19. Jahrhundert. Sie bedeutet, dass der militärische Führer seinen Unterführern ein klar definiertes Ziel und die dafür benötigten Kräfte sowie einen Zeitansatz gibt. Mit diesen Faktoren führen die Unterführer selbständig den genannten Auftrag aus. In der Durchführung sind sie dabei weitgehend frei. Dies sichert eine große Flexibilität in der Auftragsdurchführung. Außerdem trägt die Auftragstaktik zur Entlastung höherer Führungsebenen bei.
Von besonderer Bedeutung für den Erfolg der Auftragstaktik ist, daß die unterstellten Führer die Absicht der übergeordneten Führung kennen ('commanders intent') und so ausgebildet sind, daß sie hieraus für sich im Rahmen der Auswertung des Auftrages eigenes Handeln im Sinne der übergeordneten Führung ableiten können.
Der Gegensatz zur Auftragstaktik heißt Befehlstaktik und wird insbesondere von den angloamerikanischen Streitkräften praktiziert.
