August Heißmeyer

August Heißmeyer (* 11. Januar 1897 in Gellersen bei Hameln; † 16. Januar 1979 in Schwäbisch Hall) war ein deutscher Militär und Kriegsverbrecher.

Leben

Nach seinem Schulbesuch trat er ins preußische Militär ein. Im Ersten Weltkrieg war er Leutnant und wurde mehrfach hoch ausgezeichnet, unter anderem durch das Eiserne Kreuz I. Klasse.

Nach einem abgebrochenen Studium betätigte er sich als Fahrlehrer. 1923 kam er erstmals in Kontakt mit den Nationalsozialisten, denen er 1925 als Mitglied beitrat. Anfang 1926 trat Heißmeyer auch aktiv in die SA ein, baute verantwortlich den »SA-Gausturm Hannover-Süd« auf und war zeitweise dort stellvertretender Gauleiter.

Im Januar 1930 stellte Heißmeyer seinen SS-Aufnahmeantrag und wurde als 4.370tes Mitglied aufgenommen wurde. Seit 1932 war Heißmeyer Mitarbeiter des SS-Hauptamtes und wurde mehrfach befördert.

Ab 1935 war er Chef des SS-Hauptamtes und gelangte so zu einer Schlüsselposition in der SS-Organisationsstruktur, in dem er nun Heinrich Himmler als Amtschef ablöste. Am 9. November 1936 wurde Heißmeyer zum SS-Obergruppenführer und zum »Inspektor der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten« ernannt.

1939 wurde Heißmeyer zusätzlich zum SS-Oberabschnittsleiter »Ost« und 1940 zum »Höheren SS- und Polizeiführer Spree« ernannt. Ihm unterstand damit unmittelbar der Raum Berlin-Brandenburg.

Mit dem Beginn des II. Weltkrieges errichtete Heißmeyer nun die »Dienststelle SS-Obergruppenführer Heißmeyer« und war damit für die militärische Ausbildung für die Schüler der NPEA zuständig.

August Heißmeyer übernahm 1940 die »Generalinspektion der verstärkten SS-Totenkopf-Standarten« von seinem Vorgänger Theodor Eicke. Dieser hatte 1939 begonnen, eine Frontdivision zu befehligen und damit gab er seine Oberaufsicht über die Konzentrationslager an das SS-Führungshauptamt zurück. Heißmeyer verwaltete diese Dienststelle nun provisorisch bis Mai 1942. Im Mai 1942 gab er dieses Amt an den neuen »K.L.-Inspektor«, SS-Gruppenführer Richard Glücks, ab.

Am 14. November 1944 erhielt Heißmeyer nun das Recht, den Titel »General der Waffen-SS« hinter seinem SS-Dienstgrad zu führen. Er wurde damit formal in den Geltungsbereich der Waffen-SS überführt. Das hatte schon damit seine Berechtigung, da seit 1940 alle SS-Hauptämter der Waffen-SS zugeordnet waren.

Nach dem Kriegsende wurde August Heißmeyer als Hauptbeschuldigter zu einer Haftstrafe verurteilt und sein gesamtes Privatvermögen wurde von Amtswegen eingezogen.

Nach der Haftentlassung zog Heißmeyer nach Schwäbisch Hall, wo er eine Woche nach seinem 82. Geburtstag verstarb.

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Personendaten
Heißmeyer, August
ranghohes und führendes Mitglied der SS und ein General der Waffen-SS
11. Januar 1897
Gellersen bei Hameln
16. Januar 1979
Schwäbisch Hall

See also: August Heißmeyer, 11. Januar, 14. November, 16. Januar, 1897, 1923, 1925, 1926, 1930