Ausgangswiderstand

Der Ausgangswiderstand Ri (Innenwiderstand) ist der Widerstand eines elektronischen Bauteils oder einer Baugruppe, den man am Ausgang messen kann. Dieser Widerstand wird auch Quellwiderstand genannt. Dabei betrachtet man die entsprechende Baugruppe als Blackbox.

Der Eingangswiderstand wird mit Ra (Außenwiderstand) oder auch mit Lastwiderstand (Bürdenwiderstand) bzw. Abschlusswiderstand bezeichnet.

Da es sich in der Regel um einen komplexen Widerstand handelt, der mit Induktivitäten und Kapazitäten aufgebaut ist, ist dieses eigentlich eine Ausgangsimpedanz.

thumb|500px|Die Impedanzen: Hier Ri-Betrachtung


Ein Problem ist eine andere bisweilen übliche Bezeichnungsweise mit Eingangswiderstand als Re und Ausgangswiderstand als Ra. Damit ergibt sich ein verwirrender Widerspruch, denn der Ausgangswiderstand der letzten Bezeichnung kann nicht der Eingangswiderstand der ersten Bezeichnung sein. Darum bleibe man allein bei der ersten Benennung.


Hierbei gibt es die beiden Betrachtungsweisen (Siehe rechte Abbildung):


Der Innenwiderstand Ri (Ausgangswiderstand oder Quellwiderstand) kann dabei auch passiv sein. Dämpfungs- und Impedanzanpassungsglieder sind Beipiele dafür.

Der Außenwiderstand und der Ausgangswiderstand sind etwas Verschiedenens und dürfen niemals gleichzeitig mit Ra bezeichnet werden!

Ausgangswiderstände sind überwiegend "aktiv", während Eingangswiderstände immer "passiv" sind, wie man hier in der Abbildung deutlich erkennt. Einen passiven Eingang kann man nicht "kurzschließen" auch wenn das häufig unrichtig angegeben wird. Ein "aktiver" Ausgangswiderstand sollte jedoch wirklich nicht kurzgeschlossen werden.

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Wert des Ausgangswiderstands

In der Hi-Fi-Technik und der Tontechnik gilt, dass der Ausgangswiderstand kleiner als der Eingangsswiderstand zu sein hat. Dieses ist die so bedeutsame Spannungsanpassung Ri << Ra. Anschauliche Begründung: man möchte die über Ra abfallende Spannung messen oder verstärken, deshalb sollte diese gegenüber der an Ri abfallenden Spannung wesentlich größer sein. Dies gewährleistet eine gutes Signal-Rausch-Verhältnis.

In der Fernmeldetechnik und in der Nachrichtentechnik gilt: Die höchste Leistung kann übertragen werden, wenn der Ausgangswiderstand mit dem Eingangswiderstand der nächsten Baugruppe angepasst ist. Dieses ist die dort übliche Leistungsanpassung Ri = Ra.

Beim Zusammenschalten mehrerer Baugruppen ist der jeweilige Innenwiderstand zu beachten.

Tonstudioanlagen (Tonregieanlagen)

Bei Tonstudioanlagen nach dem IRT-Pflichtenheft Nr. 3/5 (Tonregieanlagen) hat Ri (Ausgangswiderstand) kleiner 40 Ω über den gesamten Frequenzbereich (20 Hz bis 20 kHz) zu sein.

Auch wenn man hierbei allgemein von Widerständen R spricht, handelt es sich um Impedanzen Z.

Leistungsverstärker

Bei Lautsprecherleistungsverstärkern ist dieser Innenwiderstand Ri (auch Ausgangswiderstand genannt) kleiner 0,1 Ω, damit die Eigenschwingungen der Lautsprechermembran und der Schwingspule gut gedämpft werden. Dieses wird Spannungsanpassung genannt. Ri < Ra.

Der Innenwiderstand von Lautsprecherleistungsverstärkern wird höchst selten in den Datenblättern angegeben. Wenn der Dämpfungsfaktor DF bekannt ist, kann Ri ermittelt werden durch: R_{i} = \frac{R_{a}}{D_{F}}

Weblinks


See also: Ausgangswiderstand, Blackbox, Dämpfungsfaktor, Eingangswiderstand, Elektrischer Widerstand, Impedanz, Leistungsanpassung, Pflichtenheft, Schnittstelle, Spannungsanpassung