Austroasiatische Sprachen

Die austroasiatischen Sprachen sind eine bedeutende Sprachfamilie in Südostasien und Indien. Der Name stammt vom griechischen Wort für Südasien ab.

Die austroasiatischen Sprachen bilden hinsichtlich ihrer Verbreitung kein zusammenhängendes Gebiet. Die einzelnen Sprachen sind teils durch Regionen getrennt, in denen Sprachen, die zu anderen Familien gehören, gesprochen werden. Es wird angenommen, dass die austroasiatischen Sprachen die Sprache der Urbevölkerung Südasiens war und dass die anderen Sprachen, die heute in Süd- und Südostasien gesprochen werden, durch spätere Bevölkerungswanderungen in die Region kamen. Dazu gehören indogermanische, Tai-Kadai- und sino-tibetische Sprachen.

Von einigen Linguisten ist auch die These aufgestellt worden, dass die austroasiatischen Sprachen mit den austronesischen Sprachen verwandt sind und dass sie eine Austrische Überfamilie bilden; der endgültige Beweis hierfür ist allerdings nicht erbracht und die These ist umstritten.

Innerhalb der Austroasiatischen Sprachen werden zwei Zweige unterschieden: Die Mon-Khmer-Sprachen Südostasiens und die Munda-Sprachen in Ost- und Mittelindien. SIL International unterscheidet 168 austroasiatische Sprachen, wovon 147 zu den Mon-Khmer-Sprachen gehören und 21 zu den Munda-Sprachen. Sie kategorisieren die einzelnen Sprachen wie folgt:

Alle Sprecher von Munda-Sprachen gehören der besonders benachteiligten Schicht der indischen Ureinwohner an. Kategorie:Sprachfamilie

See also: Austroasiatische Sprachen, Austronesische Sprachen, China, Griechische Sprache, Indien, Indogermanische Sprachen, Kambodscha, Khasi, Khmer, Laos