Auswärtiges Amt
Dieser Artikel behandelt das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland. Für das Auswärtige Amt anderer Epochen der deutschen Geschichte siehe Auswärtiges Amt (Norddeutscher Bund), Auswärtiges Amt (Deutsches Kaiserreich), Auswärtiges Amt (Weimarer Republik) und Auswärtiges Amt (Drittes Reich).
| [[Bild:Berlin_auswaertigesamt_kl.jpg|thumb|260px|Neubau des Auswärtigen Amtes in Berlin, links davon der Altbau, die ehemalige ]] |
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Das Auswärtige Amt (abgekürzt AA) ist das Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland und zuständig für die Außenpolitik sowie die deutsche EU-Politik.
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Geschichte
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 und der Zurückerlangung der außenpolitischen Souveränität 1951 gründete man das Amt, das bereits seit 1870 (Norddeutscher Bund) existierte, in Bonn wieder und behielt seinerseits den Namen. Damit bekannte sich die Behörde in der Bundesrepublik eindeutig zu ihrer Tradition und Kontinuität bis hin zu Bismarck, was im Gegensatz zum sonstigen Umgang Deutschlands mit seinem historischen Erbe in der Nachkriegszeit steht. Wie in vielen anderen Bundesbehörden auch, fehlte es in der Nachrkiegszeit zunächst an qualifizierten Mitarbeitern, sodass 1968 noch 520 bereits während der NS-Zeit Beschäftigte tätig waren.
Das Auswärtige Amt heute
Das Auswärtige Amt hält auf seiner offiziellen Netzpräsenz Informationen über die Außenpolitik Deutschland, sowie umfangreiche Informationen zu allen Staaten der Welt parat. Es dient damit als Behörde, die dem Bürger direkt zugänglich ist. Seinen Sitz hat es im historischen Zentrum Berlins, am Werderschen Markt, unweit dem früheren DDR-Außenministerium.
Amtsinhaber und damit Bundesaußenminister ist seit 1998 Joschka Fischer (Grüne) (siehe auch Bundesregierung). Der Bundesaußenminister ist häufig gleichzeitig Vizekanzler; diese Verknüpfung ist verfassungsrechtlich aber nicht geboten (sie galt nicht: 1949 - 1966, 1982, 1992 - 1993), zumal die Position des "Vizekanzlers" nach dem Grundgesetz nicht formal mit Rechten ausgestattet ist; im Kabinett wird lediglich ein Minister mit der Vertretung des Bundeskanzlers betraut.
Organisation
Neben der Zentralstelle des Auswärtigen Amtes in Berlin gibt es Auslandsvertretungen in der ganzen Welt. Aufgabe der Zentralstelle ist es laut Website, als "zentrale Schaltstelle der deutschen Diplomatie, in der außenpolitischen Analysen und Konzeptionen sowie konkrete Handlungsanweisungen für die deutschen Auslandsvertretungen erarbeitet werden", zu fungieren. Die Auslandsvertretungen -- also Botschaften und Konsulate werden dort als "Augen, Ohren und Stimme" Deutschlands bezeichnet.
Außenminister
| Bundesminister des Auswärtigen | ||||
| Nr. | Name | Amtsantritt | Ende der Amtszeit | Partei |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Konrad Adenauer | 15. März 1951 | 6. Juni 1955 | CDU |
| 2 | Heinrich von Brentano | 6. Juni 1955 | 17. Oktober 1961 | CDU |
| 3 | Gerhard Schröder | 14. November 1961 | 30. November 1966 | CDU |
| 4 | Willy Brandt | 1. Dezember 1966 | 20. Oktober 1969 | SPD |
| 5 | Walter Scheel | 21. Oktober 1969 | 15. Mai 1974 | FDP |
| 6 | Hans-Dietrich Genscher | 17. Mai 1974 | 17. September 1982 | FDP |
| 7 | Helmut Schmidt | 17. September 1982 | 1. Oktober 1982 | SPD |
| 8 | Hans-Dietrich Genscher | 1. Oktober 1982 | 17. Mai 1992 | FDP |
| 9 | Klaus Kinkel | 18. Mai 1992 | 26. Oktober 1998 | FDP |
| 10 | Joschka Fischer | 27. Oktober 1998 | Bündnis 90/Die Grünen | |
Konrad Adenauer und Helmut Schmidt übten das Amt in Personalunion mit dem des Bundeskanzlers aus. Hans-Dietrich Genscher bekleidete es zwei Amtszeiten lang.
Siehe auch
Weblinks
Auswärtiges Amt | Innenministerium | Wirtschaft und Arbeit | Justiz | Finanzen | Verteidigung | Familie | Umwelt | Verbraucher | Wirtschaftliche Zusammenarbeit | Gesundheit und Soziales | Verkehr und Bau | Bildung und Forschung
Aussenministerium Kategorie:Diplomatie
Koordinate: 52° 30' 53" N 13° 23' 58" O
