Autoimmunerkrankung

Autoimmunerkrankung ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.

Diese Erkrankungen werden je nach betroffenen Organen von Internisten, Rheumatologen oder Neurologen behandelt. Ansatzpunkt erster Therapien war es dabei, das Immunsystem durch Medikamentengabe von Cortison oder Immunsuppressiva insgesamt zu schwächen. Dabei kommt es jedoch zu Nebenwirkungen, bis hin zu einer steigenden Krebserkrankungsrate. Moderne Medikament versuchen daher gezielt nur die Mechanismen zu beeinflussen, die am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, ein Beispiel ist das Medikament Tysabri.

Erkrankung Betroffenes Gewebe
Autoimmunhepatitis
Chronische Gastritis
Colitis ulcerosa
Diabetes mellitus-Typ I Inselzellen der Bauchspeicheldrüse
Glomerulonephritis
Guillain-Barré-Syndrom
Hashimoto-Thyreoiditis Schilddrüse
Lupus erythematodes
Morbus Crohn Magen-Darm Trakt
Morbus Basedow
Morbus Bechterew
Multiple Sklerose Myelinscheiden im zentralen Nervensystems
Myasthenia gravis Acetylcholinrezeptoren an der motorischen Endplatte
Ord-Thyreoiditis Schilddrüse
Polyarthritis
Psoriasis
Sarkoidose
Stiff-Man-Syndrom
Sklerodermie
Wegenersche Granulomatose u.a. Nieren, Lungen, HNO-Bereich
Vitiligo
Autoimmunenteropathie

Irrtümlicher Weise wird auch AIDS häufig als Autoimmunerkrankung bezeichnet. Auslöser der Krankheit ist jedoch das HI-Virus.

Literatur

Siehe auch:

Weblinks


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See also: Autoimmunerkrankung, AIDS, Acetylcholin, Arthritis, Bauchspeicheldrüse, Colitis ulcerosa, Cortison, Diabetes mellitus, Glomerulonephritis