Axel von Ambesser

Axel von Ambesser (* 22. Juni 1910 in Hamburg; † 6. September 1988 in München; eigentlich: Axel Eugen Alexander von Österreich) war einer der bekanntesten Filmregisseure der Nachkriegszeit.

Axel von Ambesser wurde 1910 als Sohn eines Hamburger Kaufmanns geboren. Seinen Künstlernamen »Axel von Ambesser« wählte er, auf Anraten seines Vaters, um bei alphabetischer Reihenfolge frühzeitig genannt zu werden. Er absolvierte eine Schauspielausbildung in Hamburg und wirkte in der Zeit des Dritten Reiches in verschiedenen Theaterensembles mit, zuletzt unter der Leitung von Gustaf Gründgens am Staatstheater Berlin. Zugleich wirkte er als Schauspieler in verschiedenen Filmen mit (z.B. »Frauen sind keine Engel« 1943).

Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Axel von Ambesser vorwiegend als Regisseur. Seine bekanntesten und erfolgreichsten Filme sind "Der Pauker" (1958) und "Der brave Soldat Schwejk" (1960) (beide mit Heinz Rühmann), "Der Gauner und der liebe Gott" (1960) (mit Gert Fröbe), "Kohlhiesls Töchter" (1962) (mit Liselotte Pulver) und der Pater-Brown-Film "Er kanns nicht lassen" (1962) (wieder mit Heinz Rühmann). Gelegentlich war Axel von Ambesser auch in dieser Zeit noch als Schauspieler zu sehen oder auch nur als Sprecher zu hören, wie in "Es muss nicht immer Kaviar sein" (1961) (mit O. W. Fischer).

Kurz vor seinem Tod trat er noch einmal vor die Kamera in "Die Schwarzwaldklinik" (1988) als "Landesgerichtsrat Eckner" in der Folge "Der alte Herr".

1985 veröffentlichte er seine Autobiografie Nimm einen Namen mit A und 1987 den Roman "Aber fragt mich nur nicht wie..."

Axel von Ambesser war seit 1937 mit der Schauspielerin Inge von Oesterreich-Ambesser (1914-1995)verheiratet. Seine Tochter Gwendolyn von Ambesser arbeitet wie ihr Vater in mehreren Berufszweigen, als Regisseurin, Autorin und Schauspielerin, hat ihren Vater an Vielseitigkeit bereits überboten, denn sie ist manchmal ihre eigene Bühnenbildnerin.

Ambesser spielte auch nach dem Krieg noch viel; vor allem auf dem Theater, aber auch im Film u.a. "Bezaubernde Arabella", "Gustav Adolfs Page", "Die Fromme Helene" und genauso im TV u.a. "Begegnung im Herbst", "Omelette surprise", "Der Vorhang fällt", "Großer Bahnhof", "Alte Sünden rosten nicht". Auch war er ein erfolgreicher Bühnen- und Filmautor. Nach dem Krieg schrieb er nebenbei auch viel für das berühmte Nachkriegskabarett "Die Schaubude" in München.

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Personendaten
Ambesser, Axel von
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Filmregisseur
22. Juni 1910
Hamburg
6. September 1988
München

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