Ayodhya

Ayodhya (अयोध्या) ist eine geschichtsträchtige Stadt in Indien mit etwa 80.000 Einwohnern. Die alte Hauptstadt von Awadh liegt in der Provinz Faizabad des Bundesstaates Uttar Pradesh. Ayodhya zählt zu den sieben heiligen Orten des Hinduismus.

Der Ayodhya Konflikt

1990 hatte Lal Krishna Advani, ein führendes Mitglied der Indischen Volkspartei (BJP) begonnen, die Errichtung eines Rama-Tempels auf dem Gelände der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Babri-Moschee von Ayodhya zu fordern. Die Begründung war, daß die Moschee auf den Ruinen eines zuvor von Muslimherrschern zerstörten, großen und wichtigen Hindutempels errichtet worden sei. Dies führte zum von fanatisierten hindunationalistischen Massen durchgeführten Marsch auf Ayodhya und zur Zerstörung der Babri-Moschee am 6. Dezember 1992. Dies wiederum verursachte im ganzen Land Ausschreitungen und Übergriffe zwischen Muslimen und Hindus, mit vielen (zahlenmäßig vorwiegend muslimischen) Todesopfern. Die Ruinen der zerstörten Babri-Moschee sind heute von einem vier Meter hohen Zaun umgeben und werden vom Militär bewacht.

Literatur

R. Bernbeck/U. Sommer, Politik, Mythos und Archäologie. Ayodhya und der World Archaeology Congress 3. Ethnologisch-Archäologische Zeitschrift 35, 1994, 475-498.

Weblinks


Kategorie:indische Geschichte

Koordinate: 26° 48' N 82° 12' O

See also: Ayodhya, 16. Jahrhundert, 1990, 1992, 6. Dezember, Bharatiya Janata Party, Faizabad, Hindu, Hinduismus