Azide

Azide sind die Salze der Stickstoffwasserstoffsäure.

Die beiden bedeutendsten Azide sind das Natriumazid und das Bleiazid.

Inhaltsverzeichnis

Natriumazid

Natriumazid ist eine farblose, in Wasser lösliche Verbindung. Das Natriumazid wird stark verdünnt als Konservierungsmittel verwendet, zum Beispiel bei der Verarbeitung von leicht verderblichen Substanzen wie Insulin, und als Ausgangsstoff, zur Herstellung weiterer Azide und der freien Stickstoffwasserstoffsäure. Außerdem wird es in der Iod-Azid-Reaktion zum Nachweis von zweiwertigem Schwefel in Sulfiden und Thioethern eingesetzt.

Bleiazid

Bleiazid ist in Wasser unlöslich, und gegen Wärme und Feuchtigkeit beständig. Der Detonationspunkt liegt bei 350 Grad Celsius. Hergestellt wird es durch eine Fällung von Natriumazid mit einer wasserlöslichen Bleisalz-Verbindung, wie Bleiacetat. Bleiazid wird, in Mischung mit Bleitrinitroresorzinat, als Initialzünder verwendet.

Silberazid

Silberazid ist im Gegenatz zu Bleiazid deutlich instabiler und zündet schon bei leichtem Schlag. Es wird deshalb ebenfalls als Initialsprengstoff eingesetzt.

organische Azide

Es gibt viele organische Verbindungen mit einer Azidogruppe -N3. Bekannt ist der Arzneistoff Azidothymidin (Zidovudin).

See also: Azide, Azidothymidin, Bleiazid, Initialsprengstoff, Initialzündung, Natriumazid, Salz, Schwefel, Stickstoffwasserstoffsäure, Sulfid