B-Netz
Das vollautomatische B-Netz wurde 1972 eingeführt und im Jahre 1994 ging das Mobilfunknetz außer Betrieb. Wesentliche Neuerung im Vergleich zum A-Netz war die Möglichkeit, Selbstwählverbindungen in beide Richtungen herzustellen. Es arbeitete bis 1980 mit 38 Sprechkanälen. Durch Erweiterung auf 75 Sprechkanäle wurde 1980 aus dem B-Netz das B/B2-Netz. Dieses erreichte 1986 mit 158 Funkfeststationen und etwa 27.000 Teilnehmern seinen höchsten Ausbaustand und gleichzeitig die größtmögliche Teilnehmerzahl. Am 31. Dezember 1988 hatte das B/B2-Netz bundesweit noch 24.382 Teilnehmer. Im Bundesland Berlin waren es noch 1.078 Teilnehmer.
Ein gravierendes Problem des B/B2-Netzes bestand darin, dass für eine Verbindung zu einem Mobiltelefon der Anrufer den Standort des Mobiltelefons kennen musste, das heißt, er musste wissen, im Einzugsbereich (etwa 27 km) welcher Funkfeststation sich das Mobiltelefon befand, und eine dementsprechende Vorwahl wählen. Die Bundesrepublik Deutschland wurde dazu in 150 Zonen (Durchmesser bis zu 150 km) aufgeteilt. Wusste man beispielsweise, dass sich der Teilnehmer im Raum München bewegt so wählte man zunächst die Vorwahl von München (089), dann die Ziffernfolge "05", anschließend die Nummer des Teilnehmers. Beim Wechseln des Versorgungsbereichs wurden die Gespräche allerdings unterbrochen und mussten neu aufgebaut werden.
Technische Daten
- zunächst 16.000 Teilnehmer, nach einer Erweiterung der Funkkanäle waren 27.000 Teilnehmer möglich
- Frequenzen des A-Netz wurden zur Erweiterung verwendet
- begrenztes Roaming in den Ländern Österreich, Niederlande und Luxemburg
- bis 1980 waren 38 Sprechkanäle verfügbar
- nach der Erweiterung im Jahr 1980 auf 75 Sprechkanäle wurde aus dem B-Netz das B/B2-Netz.
