Ba'ath-Partei
Die in Syrien und bis vor kurzem im Irak regierende Baath-Partei (arab.: hizb al-bacath al-carabī al-ischtirākī), dt. "Arabische Sozialistische Partei der Wiedererweckung" (aus arab. "Auferstehung, Erneuerung") geht von der Doktrin einer einzigen ungeteilten arabischen Nation aus. Als Grundprinzipien gelten "Einheit, Freiheit, Sozialismus". Im Kern ist (oder war sie zumindest) säkular, das heißt eher weltlich, nicht religiös. (Siehe auch Arabischer Nationalismus)
Die Partei wurde 1940 von dem Syrer und griechisch-orthodoxen Christen Michel Aflaq und dem sunnitischen Muslim Salah ad-Din al-Bitar in Damaskus gegründet. Im Laufe der Zeit bildeten sich ein syrischer und ein irakischer Flügel heraus, die sich seit mehreren Korrekturbewegungen in Syrien (1965, 1966, 1970) und im Irak (1979) untereinander befehdeten. Der Parteigründer Aflaq floh in den Irak und war dort bis 1989 Vizepräsident.
In Syrien bildet ein alawitischer Stamm im Militär die Machtbasis der Partei, im Irak stützte sich die von Saddam Hussein geführte Partei v.a. auf einen sunnitischen Klan aus Tikrit und beherrschte das Militär mit der Partei.
Während Saddam Hussein und die Baath-Partei im Jahre 2003 im Irak durch US-geführte Koalitionstruppen gestürzt wurde, regiert sie in Syrien nach wie vor; der syrische Präsident ist das Baath-Mitglied Baschar al-Assad. Im Irak kämpft sie unter Führung des Parteivize Izzat Ibrahim ad-Durri im Untergrund gegen die US-Besatzer und deren Marionettenregierung.
Weblinks
- http://albaath.online.fr/ "Fi Sabil al-Bacath" - Michel Aflaq - [Ar]
