Bahnschranke
| thumb|150px|Bild einer geöffneten Bahnschranke |
| thumb|150px|Bild einer geschlossenen Bahnschranke |
Bahnschranken sind ein Mittel, um schienengleiche Bahnübergänge während der Durchfahrt eines Zuges zu sichern, indem sie den Straßenverkehr aufhalten. Sie bestehen aus einem Schrankenbaum (heute meist rot-weiß gestreift, Material GFK o.Ä.) mit Gegengewicht und evtl. einem sogenannten Behang aus Ketten o.Ä., der verhindert, dass der Baum unterlaufen oder unterfahren wird.
Man unterscheidet zwischen Vollschranken (auch Fernschranken) und Halbschranken. Vollschranken sperren die gesamte Breite der Straße, während Halbschranken nur die halbe Straßenbreite sperren. Der Vorteil der Halbschranken liegt darin, dass kein Fahrzeug auf dem Bahnübergang eingeschlossen werden kann. Nachteilig ist jedoch, dass sie von Verkehrsteilnehmern umfahren werden können. Manchmal gibt es zusätzliche Schranken für Rad- und Fußwege.
Schranken können automatisch beim Herannahen eines Zuges oder manuell durch einen Schrankenwärter oder durch das Zugpersonal betätigt werden. Das Öffnen und Schließen geschieht dabei durch Kippen des Baumes um eine horizontale Achse; Schranken, die um eine vertikale Achse aufschwenken, sind wegen des großen Platzbedarfs und der Blockierbarkeit inzwischen nahezu verschwunden.
Die Einführung von Schranken bei der Eisenbahn geht auf Max Maria von Weber zurück, einem Ingenieur und Eisenbahnpionier des 19. Jahrhunderts.
