Balkankrieg (1940-1941)
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Vorgeschichte (Italienisch - Griechischer Krieg)
thumb|150px|Adolf Hitler und Benito Mussolini in München 1940 Mussolinis Großmachtambitionen waren bereits seit 1940 auf den Balkan gerichtet. Am 28. Oktober greifen italienische Verbände mit ca. 155.000 Soldaten von der italienischen Kolonie Albanien aus Griechenland an. Griechenland hat zu dieser Zeit 14 Infanterie und eine Kavalleriedivision, nach der Mobilmachung stehen dem Oberbefehlshaber Papagos etwa 430.000 Mann zur Verfügung. Am 29. Oktober besetzt England die Insel Kreta und vermint die griechischen Gewässer. Bereits am 4. November wird der italienische Angriff in Epirus gestoppt, damit ist auch Mussolinis Blitzkrieg gescheitert. Die griechischen Streitkräfte gehen nun in den Gegenangriff über und zwingen die Streitkräfte Italiens bis hinter ihre Ausgangsstellungen zurück. Am Freitag, dem 13. Dezember, unterschreibt Hitler die Weisung Nr. 20, einen Operationsplan für das Unternehmen Marita, den Angriff gegen Griechenland. Während der Zeit von Dezember bis März sind die italienischen Streitkräfte noch immer in der Defensive. Alle Durchbruchsversuche der Italiener scheitern am Widerstand der Griechen und werden unter hohen Verlusten abgewiesen, bis diese komplett eingestellt werden.
Jugoslawiens Rolle im Krisenherd
thumb|250px|Balkanfeldzug 1941 Am Dienstag, dem 25. März 1941, unterzeichnen jugoslawische Regierungsvertreter in Wien den Beitritt zum Dreimächtepakt. Auf diese Nachricht hin kommt es in ganz Jugoslawien zu antideutschen Demonstrationen. Am Donnerstag, dem 27. März 1941, kommt es in Belgrad zu einem Staatstreich. Prinz Paul muss nach Griechenland fliehen, während der 17-jährige Peter II. den Thron besteigt. General Simovic bildet eine neue Regierung und annuliert den erzwungenen Vertrag zum Beitritt Jugoslawiens in den Dreimächtepakt. Unterdessen wurde der ehemalige Ministerpräsident Zwetkowitch als einer der Unterzeichner des Vertrages verhaftet und ebenso andere ehemalige Regierungsmitglieder. Am gleichen Abend noch gibt Adolf Hitler seine Weisung Nr. 25 heraus, einen Blitzfeldzug gegen Jugoslawien und Griechenland, welcher die Operation Barbarossa um vier Wochen verschiebt. Der jugoslawische Operationsplan "R-41" sieht einen defensiven Einsatz von 27 Divisionen entlang der Grenze vor.
Reaktions Deutschlands auf den 27. März 1941
thumb|left|100px|Josip Broz Tito Am 6. April 1941 greift die Wehrmacht mit insgesamt 33 Divisionen (davon 6 Panzerdivisionen) und insgesamt 680.000 Soldaten Griechenland und Jugoslawien von der Steiermark und Kärnten sowie von den Dreimächtepakt-Staaten Ungarn, Rumänien und Bulgarien aus an, die Luftwaffen der Achsenmächte beginnen jugoslawische Flugplätze und im laufe des Tages Belgrad mit 484 Bombern und Stukas sowie 250 Jagdflugzeugen zu bombardieren. Am gleichen Tag beginnt auch der Angriff zweier deutscher Armeekorps auf den Rechten und linken Flügel der Armee Ost-Mazedonien unter General Bakopoulus. Am 8. und 9. April nähern sich deutsche Verbände Belgrad. Im laufe des 10. Aprils wird Zagreb besetzt. Belgrad wird am 12. April von der drei Seiten vorgehenden Panzergruppe 1 eingenommen. Am Donnerstag dem, 17. April um 21 Uhr, unterschreibt General Kalafatowic als Vertreter des jugoslawischen Obersten Befehlshabers in Belgrad die bedingungslose Kapitulation der jugoslawischen Streitkräfte, es gehen 6298 Offiziere, 337.864 Unteroffiziere und Mannschaften serbischer Abstammung in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die slowenischen, kroatischen und mazedonischen Soldaten werden freigelassen. In der Folgezeit werden die deutschen Besatzer von verschiedenen Partisanengruppierungen bekämpft, die erfolgreichste ist die von Marschall Tito.
Griechenland Frühjahr 1941
Die in Bulgarien stationierte 12. Armee unter Generalfeldmarschall Wilhelm List überschreitet die Grenze nach Griechenland. Am 9. April durchbricht ein Armeekorps der deutschen, mit starker Unterstützung von Stukas, die Gebirgsbefestigungen der Metaxas-Linie. Am 15. April, weicht das britische Expeditions-Korps nach den Thermopylen zurück. Am 16. April, versperren deutsche Verbände zwei griechischen Armeen den Rückzugsweg durch den Metsowon-Paß, die vom Gebirgsmassiv eingeschlossenen Armeen werden nun von den Achsenmächten im Westen und Osten bedrängt. Die britischen Verbände in Griechenland übernehmen am 19. April nach Rückzugsgefechten die Stellung in den Thermopylen. Am Montag, dem 21. April, nimmt Generalfeldmarschall List die Kapitulation der griechischen Streitkräfte entgegen, es gehen etwa 223.000 Offiziere und Soldaten in deutsche Gefangenschaft. Am 24. April, durchbricht ein deutsches Armeekorps die verteidigte Thermopylen-Stellung, nun läuft die britische Operation Demon an (die Rückführung von 50.672 Mann des britischen Expeditionskorps auf dem Seeweg). Am Samstag dem 26. April, besetzten die Deutschen Korinth und am 27. April rücken Vorausabteilungen der 5. Panzerdivision in Athen ein. Der Feldzug der Deutschen auf dem griechischen Festland endet am 29. April mit der Einnahme von Kalamata, Unternehmen Merkur soll nun auch den Rest Griechenlands unter die Kontrolle der Achsenmächte bringen. Die britischen Verluste auf dem Festland betragen ca. 12.000 Mann die in Gefangenschaft gingen, sowie das gesamte schwere Kriegsgerät. Die deutschen Verluste auf dem Festland betragen 2559 Tote, 5820 Verletzte und 3169 Vermisste.
Kriegsverbrechen
Die Besetzung von Jugoslawien und Griechenland wurde von Grausamkeiten an der Zivilbevölkerung begleitet.
Pancevo
- In Pancevo wurden am 22. April 1941, wegen dem Tode zweier Deutscher, 18 Menschen erhängt und 18 Männer und Jugendliche an der Friedhofsmauer erschossen.
Kreta
- Am 2. Juni 1941, wurden die männlichen Bewohner des Ortes Kondomari von deutschen Fallschirmjägern unter Befehl von Kurt Student ermordet.
- In der Gemeinde Viannos wurden am 14. September 1943, 500 Bewohner, zumeist Frauen und Kinder erschossen.
- Am 21. Mai 1944, umstellten Einheiten des Fallschirmjäger-Generals Bruno Bräuer das jüdische Viertel der Stadt Chania, nur 4 Bewohner überlebten.
Massaker von Kraljevo und Kragujevac
- In dem Massaker von Kraljevo und Kragujevac wurden Schätzungsweise zwischen 4.000 und 7.000 Menschen erschossen.
Literatur
- Jozo Tomasevich: War and Revolution in Yugoslavia: 1941-1945: Occupation and Collaboration, Verlag: Stanford University Press, ISBN 0804736154
- Roland Kaltenegger: Die deutsche Gebirgstruppe 1935-1945, Universitas Verlag, ISBN 3-800-41196-2 (S. 187-220)
Weblinks
Balkanfeldzug
