Baltijsk
Baltijsk (russisch Балтийск, deutsch bis 1945 Pillau, polnisch Piława) ist eine rajonsunabhängige (kreisfrei, da militärisches Sonderverwaltungsgebiet) Stadt an der Ostsee und Vorhafen von Kaliningrad, Oblast Kaliningrad, Russland, mit 20.000 Einwohnern. Zum administrativen Verwaltungsgebiet von Baltijsk gehört das nördlich gelegene Pionerski (Neukuhren), außerdem Laduschkin (Ludwigsort) und Mamonowo (Heiligenbeil).
Baltijsk ist ein wichtiger Seehafen und russischer Flottenstützpunkt (Heimathafen der russischen Ostseeflotte). Wegen der militärischen Bedeutung als Garnisionsstadt ist Baltijsk für Ausländer immer noch gesperrt.
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Geschichte
Pillau wurde im 14. Jahrhundert gegründet und war im Dreißigjährigen Krieg ein wichtiger Hafen der schwedischen Truppen. Es erhielt 1725 Stadtrechte. 1865 wurde die Eisenbahnlinie nach Königsberg eröffnet. Von 1922 bis 1944 war Pillau Ausgangspunkt des Seedienstes Ostpreußen. Am Ende des 2. Weltkrieges wurden viele ostpreußische Flüchtlinge von Pillau aus mit Schiffen nach Westdeutschland evakuiert. Am 25. April 1945 wurde Pillau als letzte ostpreußische Stadt von der sowjetischen Armee erobert und mit dem nördlichen Ostpreußen von der Sowjetunion annektiert. Pillau wurde 1946 in "Baltijsk" umbenannt (Bedeutung etwa Baltische Stadt). Die deutsche Bevölkerung war zu dieser Zeit schon geflohen oder wurde vertrieben.
Wirtschaft
Verkehr
Bei Baltijsk wird ein für die Oblast Kaliningrad wichtiger Fährhafen namens Wostotschny geplant, von dem aus eine für die Exklave sehr wichtige (weil visumfreie) Verbindung mit dem russischen Kernland bestehen soll. Die Autofähren nach Ust-Luga bei Sankt Petersburg sind eisfest und benötigen für eine Richtung 48 Stunden. Der Einsatz von Schnellfähren, welche nur noch 15 Stunden brauchen werden, ist geplant.
Weblink
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