Barbara Stanwyck

Barbara Stanwyck (* 16. Juli 1907 in Brooklyn, New York; † 20. Januar 1990 in Santa Monica, Kalifornien; eigentlich Ruby Stevens) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben

Sie begann ihre Laufbahn als Revuetänzerin. Zur Schauspielerin wurde sie, als ihr Part als Tänzerin in dem Drama The Noose zu einer dramatischen Rolle umgeschrieben wurde. Kurze Zeit später nahm sie den Künstlernamen Barbara Stanwyck an.

Als Filmschauspielerin bekannt wurde Barbara Stanwyck Anfang der 1930er Jahre durch ihre Rolle in Ladies of Leisure (Luxusfrauen) unter der Regie von Frank Capra. Der Film erzählt die dramatische Liebesgeschichte zwischen dem Hafenmädchen Kay Arnold, dargestellt von Barbara Stanwyck, und dem jungen Künstler Jerry Strong. Unter der Regie von Frank Capra drehte Barbara Stanwyck später die Dramen The Miracle Woman, The bitter Tea of General Yen und Forbidden (Sehnsucht ohne Ende).

Außerdem drehte Barbara Stanwyck unter der Regie von Frank Capra einen ihrer bekanntesten Filme, das Drama Meet John Doe (Hier ist John Doe) mit Gary Cooper. Gary Cooper war auch ihr Partner in der Komödie Ball of Fire (Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss) unter der Regie von Howard Hawks. Barbara Stanwyck spielte die clevere Stripteasetänzerin Sugarpuss O'Shea, Gary Cooper den weltfremden Professor Potts, der eigentlich Material für ein Wörterbuch sammelt und dabei Sugarpuss O'Shea kennenlernt. Außerdem drehten Barbara Stanwyck und Gary Cooper das Drama Blowing Wild (Wilde Glut), bei dem übrigens auch Anthony Quinn mitwirkte.

Neben Ball of Fire drehte Barbara Stanwyck noch mehrere gute Komödien. In Remember the Night (Die unvergeßliche Nacht) spielte sie eine ertappte Ladendiebin, die von einem Staatsanwaltsassistenten eingeladen wird, mit ihm und seinen Eltern das Weihnachtsfest auf dem Land zu verbringen; den Staatsanwaltsassistenten verkörperte Fred MacMurray. In The Lady Eve (Die Falschspielerin) spielte Barbara Stanwyck eine Betrügerin, Henry Fonda ihr reiches, aber dummes Opfer.

1945 drehte Barbara Stanwyck unter der Regie von Billy Wilder den Krimi Double Idemnity (Frau ohne Gewissen), in dem sie die Rolle der Phylis Dietrichson verkörpert, die einen ihr verfallenen Versicherungsagenten, gespielt von Fred MacMurray, dazu bringt, ihren Ehemann zu ermorden. In der Folgezeit spielte Barbara Stanwyck immer wieder gewissenlose Frauen, die Männer manipulieren, so in The Strange Love of Martha Ivers mit Kirk Douglas und Van Heflin, in Crime of Passion (Das war Mord, Mr. Doyle) mit Sterling Hayden und Raymond Burr oder in dem Western The Violent Men (Rauhe Gesellen) mit Edward G. Robinson und Glenn Ford.

Ein Mordopfer spielte Barbara Stanwyck in Sorry, Wrong Number (Du lebst noch 105 Minuten) als Partnerin von Burt Lancaster. Für die Rolle der bettlägrigen eingebildeten Kranken, die zufällig über Telefon von einem Mord erfährt und allmählich erkennen muss, dass sie das Opfer sein soll, wurde sie für den Oscar nominiert. Außerdem erhielt Barbara Stanwyck Oscarnominierungen für ihre Rollen in Ball of Fire und Double Idemnity, ohne ihn je zu gewinnen.

In den 1950er Jahren drehte Barbara Stanwyck unter anderem den Thriller Jeopardy (Sekunden der Angst), in dem in einem Wettlauf gegen die Uhr ihren Ehemann vor dem Tod durch Ertrinken bewahren muss. Wasser spielte auch eine große Rolle in Titanic (Untergang der Titanic), dessen dramatische Handlung sich um die bekannteste aller Schiffskatastrophen dreht. Barbara Stanwycks Partner waren unter anderem Clifton Webb, Robert Wagner und Richard Basehart.

Ihren ersten Western drehte Barbara Stanwyck 1939. In Union Pacific (Die Frau gehört mir) verkörperte sie unter der Regie von Cecil B. DeMille die mutige Tochter eines Eisenbahningenieurs; ihre Partner waren Anthony Quinn und Joel McCrea. Joel McCrea und Barbara Stanwyck drehten übrigens insgesamt sechs Filme zusammen. Auch in anderen Western spielte Barbara Stanwyck mutige, resolute Frauen, so in California (California) mit Ray Milland, in The Furies (Die Farm der Besessenen), in Cattle Queen of Montana (Königin der Berge) mit Ronald Reagan oder in Forty Guns (Vierzig Gewehre). In den 1960er Jahren verkörperte Barbara Stanwyck in der Fernsehserie The big Valley (Big Valley), deren Handlung im Kalifornien der 1870er Jahre spielt, die resolute Rancherin Victoria Barkley.

Nach Forty Guns aus dem Jahre 1957 zog sich Barbara Stanwyck für kurze Zeit von der Leinwand zurück, ehe sie Anfang der 1960er für drei Filme ins Kino zurückkehrte. In dem Musical Roustabout (König der heißen Rhythmen) war sie an der Seite von Elvis Presley zu sehen. In dem Drama A Walk on the Wild Side (Auf glühendem Pflaster) verkörperte sie die lesbische Inhaberin eines Bordells; ihre Partner waren Jane Fonda und Laurence Harvey.

Eine Frau die von ihrem toten Ehemann terrorisiert wird, spielte Barbara Stanwyck in dem Thriller The Night Walker (Er kam nur nachts) an der Seite von Robert Taylor, der in The Night Walker eine seiner seltenen Schurkenrollen spielte. Barbara Stanwyck und Robert Taylor waren übrigens von 1939 bis 1952 miteinander verheiratet.

Nach The Night Walker trat Barbara Stanwyck nur noch im Fernsehen auf. Ihre letzten Rollen spielte sie in den 1980er Jahren in der für das Fernsehen gedrehten, immer noch populären Romanverfilmung The Thorn Birds (Die Dornenvögel) mit Richard Chamberlain. 1985 verpflichtete Aaron Spelling den Hollywood-Star als Gaststar in seiner Erfolgsserie Der Denver-Clan. Nach einer Gastrolle wechselte Stanwyck in den Ableger Die Colbys. An der Seite von Charlton Heston und Ricardo Montalban spielte sich dort in der 1. Staffel eine Hauptrolle, ehe sie freiwillig die Serie verließ.

Literatur

Weblinks

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Personendaten
Stanwyck, Barbara
Ruby Stevens
US-amerikanische Schauspielerin
16. Juli 1907
Brooklyn, New York
20. Januar 1990
Santa Monica, Kalifornien

See also: Barbara Stanwyck, 16. Juli, 1870er, 1907, 1930er, 1939, 1945, 1950er