Barde
Barden waren alte keltische Dichter und Sänger, die an den Höfen der adeligen Oberschicht Lieder und Gesänge vortrugen. Die irischen Barden waren den adeligen Filid untergeordnet.
Das umfangreiche Repertoire umfasste sowohl kriegerisches als auch humorisches und rituelles (z.B. Totengesänge).
Der Berufsstand der Barden war in der Gesellschaft sehr angesehen, starb aber im Zuge der Romanisierung in Gallien aus. Auf den Britischen Inseln konnte er sich noch erheblich länger halten.
Später wurden die keltischen Barden irrtümlich mit den germanischen Skalden gleichgesetzt.
Ein bekannter walisischer Barde war Taliesin.
Eine 1988 in der latène-zeitlichen Festung von Paule-Saint-Symphorien in der Bretagne entdeckte Skulptur eines Mannes mit Saiteninstrument stellt wahrscheinlich einen keltischen Barden dar.
Der Barde ist in vielen historischen Comics und Zeichentrickfilmen, die in dieser Zeit und Region spielen, mit einer typisierten Figur vertreten (als Erkennungsmerkmal seines Berufs fast immer mit einer Leier in der Hand), z.B. in Asterix der Barde Troubadix und in Wickie und die starken Männer der Barde Ulme.
Siehe auch
- Bardendichtung
