Barnitz
| Wappen | Karte |
|---|---|
| 140px | fehlt noch |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Landkreis: | Stormarn |
| Amt: | Nordstormarn |
| Einwohner: | 809 (2002) |
| Kfz-Kennzeichen: | OD |
| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile |
Barnitz ist eine Gemeinde im Amt Nordstormarn im Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein, nordöstlich von Bad Oldesloe.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Gemeindegliederung
Benstaben, Groß Barnitz, Klein Barnitz, Lokfeld
Geschichte
Die Gemeinde entstand 1970 als Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Dörfer Groß Barnitz, Klein Barnitz und Lokfeld. Der Ortsname ist slawischer Herkunft und deutet auf einen Berislav als Ortsgründer hin. Bereits 1938 war dieser Zusammenschluss geplant, scheiterte jedoch. Zu dem gleichnamigen Fluss Barnitz besteht keine Beziehung. 1978 wurde der Nachbarort Benstaben eingemeindet.
Ortsteile
Benstaben
Benstaben wurde erstmals 1263 erwähnt. Es gehörte damals zum Lübecker Domkapitel. Von 1352 bis 1582 gehörte das Dorf dem Kloster Reinfeld, anschließend wurde es vom alten landesherrlichen Amt Reinfeld verwaltet. Bei Bildung des landesherrlichen Amtes Rethwisch 1671 wurde Benstaben dorthin gelegt. 1761 wurde die Leibeigenschaft aufgehoben. Nach Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 gehörte der Ort zum neuen Amtsbezirk Rethwisch. 1948 wurde er Teil des Amtes Reinfeld-Land, um 1972 dem Amt Nordstorman zugeteilt zu werden. Bei Eingemeindung nach Barnitz am 1. Januar 1978 hatte Benstaben 176 Einwohner.
Groß Barnitz
Groß Barnitz ist um 1200 im Rahmen der deutschen Nordostsiedlung gegründet worden. Im 13. Jahrhundert gehörte es zum Lübecker Domkapitel, seit der Reformation war es als sog. Lübsches Stadtstiftsdorf im Besitz des Lübecker Johannisklosters. 1672 wurde die Dorfschule gegründet, die 1937 nach Lokfeld verlegt wurde.
Mit der Säkularisierung 1803 kam Groß Barnitz zum Fürstentum Lübeck und 1842 durch einen Gebietsaustausch zu Holstein und dort zum landesherrlichen Amt Rethwisch. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen und Einführung der Kommunalverfassung 1889 gehörte der Ort zum Amtsbezirk Klein Wesenberg. 1948 wurde Groß Barnitz dem neugegründeten Amt Nordstormarn zugeordnet. 1961 hatte Groß Barnitz 230 Einwohner. 1970 ging es in der neugegründete Gemeinde Barnitz auf.
Klein Barnitz
Klein Barnitz wurde erstmals um 1170 als Bernice erwähnt und war eine wendische Gründung. 1233 kam es als Schenkung an das Lübecker Domkapitel. Seit 1571 war Klein Barnitz evangelisch-lutherisch. Es gehörte wie alle Besitzungen des Lübecker Domkapitels außerhalb der Stadt zum Fürstbistum Lübeck, seit 1803 zum Fürstentum Lübeck.
1842 kam Klein Barnitz im Rahmen eines Gebietstausches zu Holstein und wurde dort dem landesherrlichen Amt Rethwisch zugeordnet. Die 1680 gegründete Schule ging 1843 in einer Gemeischaftsschule mit Groß Barnitz auf. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde der Ort dem neugegründeten Kreis Stormarn eingegliedert und gehörte seit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 zum Amtsbezirk Klein Wesenberg. Die kommunale Neuordnung 1948 führte zur Eingliederung in das Amt Reinfeld-Land. 1961 hatte Klein Barnitz 61 Einwohner. 1970 ging es in der neugegründeten Gemeinde Barnitz auf.
Eingemeindungen
- 1978 - Benstaben
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Barnitz gehört seit 1970 dem "Schulverband Reinfeld" an. Im Ort gibt es keine eigene Schule mehr.
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