Basilika Notre-Dame de la Paix

Die Basilika Notre-Dame-de-la-Paix in Yamoussoukro im Staat Elfenbeinküste ist die größte Kirche der Christenheit. Sie wurde auf Erlass von Félix Houphouët-Boigny, dem ersten Präsidenten der Elfenbeinküste, zwischen 1986 und 1989 nach dem Vorbild des Petersdoms erbaut. Die Baukosten betrugen etwa 250 Millionen Euro. Architekt der Basilika ist Pierre Fakhoury.

thumb|Basilika Notre-Dame de la Paix

Vom Original weicht die Kopie an einigen Stellen ab. Die Kuppel ist etwas niedriger als die des Petersdoms. Das darauf angebrachte Kreuz ist jedoch viel größer. Insgesamt erreicht die Basilika eine Höhe von 158 m (siehe Liste der höchsten Kirchtürme der Welt). Auf einer Grundfläche von 30.000 Quadratmetern bietet sie mehr als 10 000 Menschen Platz, sie ist sowohl höher, länger und breiter als der Petersdom in Rom. Zum Vergleich: Der Petersdom hat eine überbaute Fläche von 15.000 Quadratmetern.

Sie wurde inmitten des afrikanischen Urwalds aus italienischem Marmor erbaut. Ihre Fenster zieren 7.000 m² in Frankreich gefertigte Glasmosaikfenster.

Offiziell wurde die Kirche zur Gänze aus dem Privatvermögen von Félix Houphouët-Boigny bezahlt und wird bis in alle Ewigkeit über ein Schweizer Sperrkonto von den Zinsen unterhalten. Félix Houphouët-Boigny hatte seine Geburtsstadt bereits 1983 zur neuen Hauptstadt des Landes gemacht, was die Urbevölkerung allerdings in den Regenwald abdrängte. Houphouët-Boigny ließ sich auch in den Kirchenfenstern verewigen: ein Fenster zeigt Jesus mit den zwölf Aposteln und den Präsidenten als quasi 13. Apostel.

Die Basilika wurde am 10. September 1990 von Papst Johannes Paul II. bei seiner Afrika-Tour nach jahrelangem Warten geweiht. Der Papst machte seine Teilnahme vom Bau eines Krankenhauses in der Nähe des Gotteshauses abhängig. Der von Johannes Paul II. damals eigenhändig gelegte Grundstein für das Krankenhaus liegt immer noch einsam in einem Feld.

Weblinks

See also: Basilika Notre-Dame de la Paix, 10. September, 1983, 1986, 1989, 1990, Apostel, Christentum, Côte d'Ivoire, Félix Houphouët-Boigny