Bassklarinette
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| it.: Clarinetto basso, Clarone en.: Bass clarinet fr.: clarinette basse | ||||||
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Die Bassklarinette ist ein Holzblasinstrument, der Bass der Klarinettenfamilie. Als transponierendes Musikinstrument klingt sie in tief-B, also eine große None tiefer als notiert. Die Kontrabassklarinette liegt noch eine Oktave tiefer. In manchen älteren Werken (z. B. bei Wagner oder Ravel) wird auch eine Bassklarinette in A verlangt, da aber Instrumente in dieser Stimmung heute nicht mehr gebaut werden, muss der Klarinettist die Stimme transponieren. Abgesehen von der normalen Notation im Violinschlüssel wird, vielfach in französischen Werken, auch der Bassschlüssel verwendet, in dem eine Oktave tiefer, also einen Ganzton über dem klingenden Ton, notiert wird.
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Aufbau
Das Instrument aus Grenadillholz ist ziemlich schwer und hat einen dem Violoncello ähnlichen Stachel, um es auf den Boden zu stellen. Selten sieht man Instrumente mit geknickter Röhre, die Fagotten ähneln, die meisten Exemplare sehen aus wie in der Abbildung rechts oben. Wie alle Klarinetteninstrumente hat es eine zylindrische Mensur und ein Mundstück mit einfachem Rohrblatt.
Anders als die Sopran-Klarinette, die das große E (klingend D) als tiefsten Ton hat, können die meisten Bassklarinetten heute bis zum großen C (dem klingenden Kontra-B) spielen. Die obere Grenze des Tonumfangs hängt, wie bei allen Blasinstrumenten von der Kunstfertigkeit des Bläsers und dem verwendeten Mundstück oder Blatt ab.
Entwicklung
Der genaue Ursprung der Bassklarinette ist unsicher. Möglicherweise wurde sie 1772 von G. Lott in Paris oder 1793 von Heinrich Grenser entwickelt. Davor war das gekrümmte Bassetthorn das tiefe Instrument der Klarinettenfamilie. Adolphe Sax, der Belgische Musikinstrumentenbauer, führte zu Beginn der 19. Jahrhunderts die geradlinige Instrumentenform ein, die bis heute besteht.
Verwendung in der Musik
Bassklarinetten werden oft zur Erweiterung des Klangs in kleineren Ensembles eingesetzt, außerdem findet man sie ab 1850 häufig im Symphonieorchester, wo sie zumeist die Bassfunktion ausführen. Auch im Jazz wird das Instrument gerne eingesetzt.
Im Orchester
Im Orchester wird die Bassklarinette meistens vom zweiten oder dritten Klarinettisten als Nebeninstrument gespielt, große Orchester haben manchmal aber auch reine Bassklarinettisten.
Das bekannteste Bassklarinettensolo in der Klassik ist wohl der Tanz der Zuckerfee aus Tschaikowskis Ballett Der Nussknacker, wo die tiefen Töne einen Kontrast zu den glitzernden Höhen der Celesta bilden. Weitere solistische Passagen kann man in einigen Wagner-Opern (vor allem im Tristan und der Waküre), in Claude Debussys Pelleas et Melisande und in der Rapsodie Espagnole von Maurice Ravel hören.
Im Jazz
1926 spielte Omer Simeon das erste Jazz-Bassklarinettensolo der Jazzgeschichte in der Nummer Someday Sweethart von Jelly Roll Morton und seinen Red Hot Peppers. Zu Beginn der 1930er spielte Harry Carney in Duke Ellingtons Arrangements gelegentlich Bassklarinette, der erste wichtige Solist des Instruments aber war Eric Dolphy, der es als erntszunehmendes Jazzinstrument etablierte. Seither wird die Bassklarinette oft verwendet, selten aber spezialisieren sich Musiker ausschließlich auf das Instrument, oft wird es als Nebeninstrument von Saxophonisten gespielt.
