Bathyscaph

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Das Wort Bathyskaph oder Bathyscaph (Tiefsee-U-Boot) wurde von Auguste Piccard geprägt. Dabei bediente er sich der griechischen Worte "bathos" (Tiefe) und "skaphos" (Schiff).

Eine druckfeste Tauchkugel (Bathysphere) für die Besatzung ist an einem Tragkörper (Tank), der mit Petroleum gefüllt und an der Unterseite porös ist, befestigt. Das poröse Material ist deshalb wichtig, damit die zum Druckausgleich nötige Wassermenge in den Tank eindringen kann. Das Petroleum wird in der Tiefe – anders als Gas – kaum zusammengedrückt, behält also sein Volumen und damit seinen Auftrieb. Das Bathyscaph wird über Schrauben, die ein Elektromotor antreibt, fortbewegt. Die Auf- und Abwärtsbewegungen werden mittels Ballast gesteuert.

Das erste Bathyscaph erfand und konstruierte der Schweizer Physiker Auguste Piccard im Jahr 1947. Piccard hatte vorgängig eine Druckkapsel erfunden mit welcher er 1931 unter einem Ballon bis auf 15.780 Meter Höhe aufstieg und ein Jahr später mit einem Ballon gar auf 17.000 Meter in die Stratosphäre vordrang. Durch die Anwendung des Prinzips des Stratosphärenballons auf die Tiefen des Ozeans entstand das Bathyscaph. 1954 tauchte er erstmals mit dem Bathyscaph Trieste in eine Tiefe von 4.000 Meter hinunter; das Tauchboot hielt dabei einem Wasserdruck von bis zu 0,42 Tonnen pro Quadratzentimeter stand, was etwa dem 400fachen des Luftdruckes entspricht. Am 23. Januar 1960 tauchte die Trieste auf die Rekordtiefe von 11.034 Meter hinunter, dem Grund des Marianengrabens. Hier widerstand das Tiefseetauchboot einem Druck von 1,17 Tonnen pro Quadratzentimeter, dem 1.000-fachen des Luftdruckes.

See also: Bathyscaph, 1931, 1947, 1954, 1960, 23. Januar, Auftrieb, Auguste Piccard, Ballast, Ballon