Bauakademie

Eine Bauakademie war eine höhere Bauschule, worin die Architektur als praktische Kunst gelehrt wird. Bauschulen waren den Universitäten gleichgestellt, im Gegensatz zu diesen (lat. universitas: Gesamtheit) wurden an Bauakademien aber keine Vielzahl an Fächern, sondern nur Bauingenieurwesen und Architektur gelehrt.

Die Bauakademien waren teilweise selbstständige Anstalten, zum Teil Kunstakademien angegliedert, Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Architekturausbildung in Deutschland aber weitgehend als Teilbereiche an technische Hochschulen angegliedert. Schwerpunkt der Ausbildung von Baumeistern war der künstlerische Entwurf, gelehrt wurde Freihand-, Linear-, Konstruktions- und Ornamentzeichnen sowie im weiteren Verlauf auch architektonische Entwürfe unter Leitung einzelner Professoren.

Die Gebäude der Bauakademien vereinten alle notwendigen Auditorien, Zeichensäle und Verwaltungsräume unter ihrem Dach.

Berlin

Unter dem Begriff Bauakademie wird heute meist die Bauakademie der DDR oder die Berliner Bauakademie verstanden, die nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel zwischen 1832 und 1836 errichtet und 1962 durch die Regierung der DDR abgerissen wurde.

Hamburg

2004 gibt es Pläne des Hamburger Wirtschaftssenators Jörg Dräger, in Anlehnung an das gemeinsame Ausbildungskonzept der ehemaligen Berliner Bauakademie die Architektur-, Bauingenieurwesen- und Stadtplanungsstudiengänge aus den verschiedenen Hamburger Hochschulen herauszulösen und unter dem Dach einer neuen als Bauakademie bezeichneten Einrichtung in der Hamburger HafenCity zusammenzufassen.


Kategorie:Architektur und Bauwesen - Ausbildung

See also: Bauakademie, 1832, 1836, 19. Jahrhundert, 1962, 2004, Architektur, Bauakademie der DDR, Berliner Bauakademie, Deutsche Demokratische Republik