Baumberger Sandstein
| thumb|Einige rohe Blöcke aus Baumberger Sandstein |
| [[Bild:Billerbeck02.jpg|thumb|Das Eingangsportal der Johanneskirche in Billerbeck aus Baumberger Sandstein]] |
Der Baumberger Sandstein ist eine Sandstein-Art, die seit 1000 Jahren in den Baumbergen nahe Havixbeck bei Münster in Westfalen abgebaut wird. Der Stein ist von gelblicher Färbung und aufgrund seines hohen Anteils an Bindemineralien relativ fest.
Es handelt sich um einen sehr feinkörnigen Naturstein. Im Mittelalter fand er in ganz Norddeutschland und den Niederlanden Anwendung. Er wurde sowohl für Gebäude (vgl. Historisches Rathaus Bocholt, Historisches Rathaus Münster als auch für Skulpturen benutzt.
Der Baumberger Sandstein gilt als ein sehr verwitterungsanfälliges Baumaterial. Der Zerfall der Steine ist auf zwei Haupteinflussfaktoren zurück zu führen:
- Die Verwendung von ungeeignetem Material aus den "Coesfelder Schichten",
- Die nicht lagegerechte Verarbeitung des Materiales.
Vor allem der zweite Punkt hat dem Ansehen des Baumberger Sandsteines sehr geschadet. Die Erfahrung hat immer wieder gezeigt, dass der Stein in der gleichen Stellung verarbeitet werden soll, wie er dem Steinbruch entnommen wurde. Geschieht das nicht, stehen die Werkstücke "auf Spalt". Solche Werkstücke wie beispielsweise der Figurenschmuck am Billerbecker Dom mußten bereits nach 100 Jahren ausgetauscht werden, weil sie vollständig verwittert waren.
