Bauphysik

Die Bauphysik ist eine Anwendung der Physik auf Bauwerke und beschäftigt sich mit den physikalischen Phänomenen bei diesen. Im Hauptsächlichen sind dies

Der Materialbeschaffenheit von Baustoffen, wie z. B. Beton, Bitumen, Steinen, Stahl, Glas wird in den Disziplinen Baustoffkunde und Bauchemie behandelt. Mechanische Phänomene wie die Kräftezerlegung werden in den Disziplinen Tragwerkslehre / Statik untersucht.

In den letzten Jahren haben in den Medien und im Internet zum Teil heftige Kontroversen zur Bauphysik stattgefunden. Ein Beispiel ist die so genannte Ziegelphysik. Der Ausdruck wurde durch den Physiker Dr. rer. nat. Rolf Güldenpfennig in seinem Artikel Ziegelphysik - Eine neue Bauphysik? (Fachzeitschrift Das Stuckgewerbe, 1983) geprägt, um Theorien zu widerlegen, nach denen ältere, nicht wärmegedämmte Gebäude mit großem Wärmedurchgangskoeffizient einen geringeren Heizenergieverbrauch hätten als neuere, wärmegedämmte Gebäude. Der Einsatz von Außendämmung trägt stark zur Einsparung von Heizenergie bei. In Deutschland hat die Energieeinsparverordnung und die vorausgehende Wärmeschutzverordnung dazu geführt, dass Neubauten mit Ziegelaußenwänden heute praktisch ausschließlich mit Wärmedämmung realisiert werden. Ziegelphysik charakterisiert einen "Standpunkt", der, auch wenn er häufig von Baufachleuten stammt, den Aussagen und experimentellen Befunden der Bauphysik widerspricht und auf fehlende oder falsche Kenntnisse der Physik zurückzuführen ist.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

See also: Bauphysik, Akustik, Atmende Wand, Bau, Baukonstruktion, Baumaterial, Bauwerk, Beton, Bitumen, Brandschutz