Richard-Wagner-Festspiele
Die Richard-Wagner-Festspiele wurden vom Komponisten Richard Wagner in Bayreuth ins Leben gerufen und am 13. August 1876 erstmals eröffnet. In diesem Jahr fand anlässlich der Festspiele die erste zusammenhängende zyklische Aufführung des "Ring des Nibelungen" statt. Seitdem wird jährlich eine Auswahl aus den zehn Hauptwerken Wagners von "Der fliegende Holländer" bis "Parsifal" gegeben. Eine Aufführung seiner drei Frühwerke hat Wagner selbst untersagt, da diese seinen später formulierten Ansprüchen an das musikdramatische Theater nicht mehr genügten.
Das Festival findet im eigens für diesen Zweck von Wagner erbauten Festspielhaus auf dem Grünen Hügel statt und lockt jedes Jahr viele Besucher aus aller Welt an. Derzeit ist der 1919 geborene Wagnerenkel Wolfgang Wagner Festspielchef in Bayreuth.
Träger des Bayreuther Festpielhauses ist seit 1973 die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Stiftungsmitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner. Geschäftsführer des Stiftungsrates ist der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth. Die Festspiele werden seit 1986 von der Bayreuther Festspiele GmbH durchgeführt.
Künstlerischer Leiter der Festspiele ist Wolfgang Wagner (seit 1951 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland, seit 1966 allein). Durch die Diskussion über seine möglichen Nachfolger (Nike Wagner oder Eva Wagner-Pasquier und Wieland Lafferentz oder Gudrun Mack und Katharina Wagner) ist seine Person in den 1990er- und 2000er-Jahren häufig in den Medien aufgetaucht.
- Siehe auch: Theaterfestival, Musikfestival
Weblinks
- Offizielle Seite der Bayreuther Festspiele GmbH
- Homepage des Nordbayerischen Kuriers
- Deutsche Welle: 125 Jahre Bayreuth zur Nachkriegsgeschichte
