Bundesamt für Zivilluftfahrt

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt, kurz BAZL (französisch Office fédéral de l'aviation civile (OFAC), englisch Federal Office for Civil Aviation (FOCA)) ist in der Schweiz innerhalb des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) für die Gesetzgebung und die Aufsicht über die zivile Luftfahrt zuständig. Zur zivilen Luftfahrt in diesem Sinn zählen das Personal (unter anderem Flugverkehrsleiter und Piloten), die Fluggeräte (unter anderem Verkehrsflugzeuge und Ballone) sowie die Infrastruktur (im Wesentlichen die Flughäfen.

In Ergänzung dazu betreut das BAZL die internationalen Kontakte der Schweiz im Bereich der Aviatik, beispielsweise bei den zahlreichen Luftverkehrsabkommen mit anderen Staaten.

2004 verfügt das BAZL über ein Budget von 75 Millionen Schweizerfranken und kommt seinen Aufgaben mit 194 Arbeitsstellen nach. BAZL-Direktor ist seit Mitte 2004 Raymond Cron. Raymond Cron hat keinen aviatischen Hintergrund und wurde als Sanierer in das Amt berufen. Sitz des BAZL ist Bern.

Schweizer Luftfahrt in Zahlen

2003 zählte die Schweiz drei Landesflughäfen,11 Regionalflughäfen, 44 Flugplätze und 26 Flugfelder für Helikopter. In diesem Rahmen waren zwei Linienfluggesellschaften, 150 Nichtlinienfluggesellschaften, 87 Unterhaltsbetriebe und 150 Flugschulen tätig.

Im schweizerischen Luftfahrzeugregister waren 2003 1.952 Flächenflugzeuge (1.992 im Vorjahr), 280 Helikopter (265), 259 Motorsegelflugzeuge (260), 1.000 Segelflugzeuge (1.016), 474 Ballone (490) und 7 Luftschiffe (7) eingetragen. Geflogen wurden diese von 6.673 Privatpiloten (6.294), 1.190 Berufspiloten (1.399), 2.094 Linienpiloten (2.185), 980 Helikopterpiloten (950), 2.871 Segelflugpiloten (2.977) und 394 Ballonfahrern (427).

In den letzten Jahren wurde dem BAZL vorgeworfen seinen Aufsichtspflichten ungenügend nachgekommen zu sein. Der Bundesrat ordnete daraufhin eine grundlegende Restrukturierung des Amtes an, welche organisatorisch abgeschlossen, kulturell aber noch nicht vollzogen ist. Insbesondere werden neu polizeiliche Methoden verwendet, um die Luftverkehrsbetriebe zu überwachen. In den Medien wurden Stimmen laut, dies könnte das für die Sicherheit notwendige Vertrauen zwischen der Bundesstelle und der Luftfahrtindustrie negativ beeinflussen.

Auch die Neustrukturierung der EU-Luftämter in der EASA stellt das BAZL vor grosse Probleme.

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