Beauty Contest

Der Beauty Contest ist ein ökonomisches Experiment innerhalb der Spieltheorie zur Untersuchung des menschlichen Entscheidungsverhaltens. Dabei kommt es nicht auf das eigene Verhalten, sondern auf das Verhalten der anderen Experimentteilnehmer an.

Optimale Entscheidung

Für den Entscheidungsträger hängt die optimale Entscheidung davon ab, was die anderen denken, wie er entscheidet. Da diese Überlegung aber für alle Teilnehmer gilt, kommt es zu unendlich vielen Reflexionsstufen ("Ich denke, dass die anderen denken, dass ich denke, dass die anderen denken, ...") Sind alle Teilnehmer vollkommen rationale Subjekte, dann ergibt sich eine theoretische Lösung, die je nach Design variieren kann. Diese theoretische Lösung ist ein Nash-Gleichgewicht. Das Problem des Experiments besteht nun darin, dass nicht alle Teilnehmer vollkommen rationale Entscheider sind und deswegen nicht alle Reflexionsstufen durchlaufen können. Weiß der vollkommen rationale Teilnehmer von diesen eingeschränkt rationalen Teilnehmern, dann muss er gedanklich einen weiteren Schritt gehen und wieder rückwärts reflektieren.

Ursprung

Das Experiment erhielt den Namen in Anlehnung an frühere Preisausschreiben in amerikanischen Zeitungen. Gewonnen hatte der Teilnehmer, der unter eingesendeten Fotos das wählte, das auch alle anderen als das schönste wählten.

Anwendungen

See also: Beauty Contest, Börse, Elfmeterschießen, Experiment, Nash-Gleichgewicht, Preisausschreiben, Sherlock Holmes, Spieltheorie, Reflexionsstufe