Beckenboden
Der Beckenboden wird gebildet u.a. durch den Musculus levator ani, eine dicke Muskelschicht, die den Boden der Beckenhöhle darstellt. Die Beckenbodenmuskulatur ist insbesondere zur Erhaltung der Kontinenz bei Frauen wichtig, da sie den unteren Teil der Urethra stützt und die Schließmuskeln der Harnblase und des Anus maßgeblich unterstützt.
Bei der Frau kann die Beckenbodenmuskulatur durch Geburten geschwächt werden, was zu mangelnder Kontrolle der Ausscheidungsorgane führen kann. Diese Schwäche kann aber in den meisten Fällen durch entsprechendes Training wieder behoben werden. Solche Übungen verhelfen zur Entwicklung und Kontrolle der Beckenbodenmuskulatur und können Frauen auch dazu verhelfen, ihren Orgasmus besser zu kontrollieren.
Jüngste Untersuchungen erhärten die Vermutung, daß das Training der Beckenbodenmuskulatur beim Mann helfen kann, einer beginnenden erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken.
Auf Grund der unterschiedlichen Körperhaltung und Beckenstellung bezeichnet der Begriff Beckenboden bei den vierfüßigen Säugetieren die von Scham- und Sitzbein gebildete Ventralfläche des knöchernen Beckens.
