Berliner Modell

Das Berliner Modell wurde von dem Pädagogen Paul Heimann für Schule und Unterricht entwickelt. Es soll Lehrern dabei helfen, möglichst viele den Unterricht beeinflussende Faktoren zu berücksichtigen bzw. überhaupt erst "in den Blick" zu bekommen. Auf diese Weise soll gezieltes und geplantes Lehren und Lernen ermöglicht werden.

Für Pflegepersonen ist es insofern von Bedeutung, da es auch als Werkzeug zur Planung von Tätigkeits- und Freizeitangeboten für Patienten- oder Bewohnergruppen dienen kann.

Inhaltsverzeichnis

Das Modell

thumb|250px|Berliner Modell Das Berliner Modell möchte helfen, zu sinnvollen Entscheidungen über das "Warum", "Wohin", "Was" und "Wie" in einer Gruppe zu kommen unter Berücksichtigung der je unterschiedlichen Bedingungen und Situationen. Es gibt Hilfen zur Analyse und Planung einzelner Schritte und zur nachträglichen Reflexion und Auswertung von Arbeitseinheiten oder Gruppenstunden.

Das Berliner Modell nennt 6 Faktoren, die bei der Planung und Vorbereitung berücksichtigt werden sollten,

Bedingungsfaktoren

Der Bedingunugsrahmen, in dem das Treffen stattfindet

Die persönlichen sozial-kulturellen Voraussetzungen aller Beteiligten (d.h. die der Mitglieder und die des Leiters)

Entscheidungsfaktoren

wichtigsten Feststellungen

Die wichtigsten Feststellungen dieses Modells sind:

  1. Alle sechs Faktoren beziehen sich aufeinander. Unter ihnen besteht ein Zusammenhang. Jeder Faktor muB im Blick auf den anderen betrachtet werden. (In der bildlichen Darstellung wird dies durch Pfeile ausgedrückt.)
  2. Dieses Modell betrachtet Planung (eines Treffens/einer Gruppenstunde) als ein System miteinander zusammenhängender Entscheidungen: In einem Element ist jeweils auch jedes andere mitenthalten, bzw. die Entscheidung in einem Feld hat Folgen für die Entscheidung in den anderen Feldern. "Wenn ich in einem Feld eine Entscheidung getroffen habe, muss ich deshalb alle anderen Entscheidungen durchdenken, ob sie im Zusammenspiel übereinstimmen" (s. 0.).
  3. Auch der Bedingungsrahmen muss bei Entscheidungen berücksichtigt werden, bzw. je nach Ziel "muss ich versuchen, den Bedingungsrahmen zu verändern".
  4. Die Bedingungs- und Entscheidungsfaktoren sind hier in einer bestimmten Reihenfolge dargestellt. Bei der Planung brauch man aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge vorzugehen, weil alle Faktoren sich wechselseitig beeinflussen. Man kann grundsätzlich in jedem Feld beginnen und darauf die Entscheidung der anderen beziehen.
  5. Ist ein geplantes Treffen durchgeführt, dann ergeben sich Folgen oder Ergebnisse bei allen Beteiligten. Die Ziele wurden erreicht oder nicht erreicht, es hat sich erwas verändert oder es ist nichts geschehen. Diese Ergebnisfeststellung fliesst ein in die Voraussetzungsüberlegung für das nächste Treffen.
30px|PflegeWiki.de Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einem GFDL-lizensierten Text, der aus dem PflegeWiki übernommen wurde. Eine Liste der ursprünglichen Autoren befindet sich auf der Versionsseite des entsprechenden Artikels.

See also: Berliner Modell, GFDL, Krankenschwester, Schule, Unterricht, Freizeitangebote