Berliner Schule (Musik)
Berliner Schule ist eine Stilrichtung der Elektronischen Musik, welcher durch die damals in Berlin ansässigen Künstler Klaus Schulze und Tangerine Dream Mitte der 70er Jahre geprägt wurde. Der Stil zeichnet sich durch lange Stücke, sich wiederholende Strukturen (Sequenzen) und ausgeprägte Solos aus. Hauptstilmerkmal ist der Einsatz von Synthesizerklängen und Mellotronsounds. Es werden häufig vorprogrammierte Sequenzermustern verwendet, auf denen Solos und Atmosphärensounds improvisiert werden. Der Reiz der Musik besteht darin, während des Spielens die Klangfarbe durch Drehen der Geräteregler sowie mit Hilfe von Transposition die Tonhöhe der Sequenzermuster zu ändern.
Im Gegensatz zu Klaus Schulze, verließ Tangerine Dream den Stil anfangs der 80er Jahre und widmete sich mehr der konventionellen melodiösen Musiksparte. Mitte der 90er Jahre blühte der Stil wieder auf durch Künstler wie Mario Schönwälder, Thomas Fanger, Detlef Keller und weitere. Jedoch ist der Stil heute ein Schattendasein und ist bei weitem nicht so populär wie damals in den 70er Jahren.
Das Berliner Label Manikin bietet diverse Künstler an, die sich der Berliner Schule auch noch heute verpflichtet fühlen.
Viele aus der Berliner Schule entwickelten Ideen finden heutzutage auch Anwendung in Musikformen wie Trance und Goa Trance.
