Bevölkerungspolitik

Eine Bevölkerungspolitik ist eine Politik, die darauf gerichtet ist, die Einwohnerzahl und die Bevölkerungsstruktur der in einem bestimmten Gebiet lebenden Bevölkerung zu beeinflussen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Bevölkerungspolitik werden von der Demographie bzw. der Bevölkerungswissenschaft geliefert. Die Ziele der Bevölkerungspolitik werden von der Regierung, den politischen Parteien und den Interessengruppen der Gesellschaft formuliert und in Familienpolitik, Sozialpolitik und Einwanderungspolitik umgesetzt und in entsprechenden Gesetzen, z.B. in einem Zuwanderungsgesetz.

Eine sehr technokratische und gnadenlose Ausprägung hatte die vorwiegend während der Zeit des Nationalsozialismus von den Nazis betriebene, explizit so genannte negative Bevölkerungspolitik, die unter der Parole "neuer Lebensraum im Osten" v.a. im osteuropäischen ländlichen Raum eine radikale Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung mittels groß angelegter und von langer Hand geplanter Umsiedlungen, Vertreibungen, Deportationen und einer Politik des Aushungerns der als überflüssig empfundenen "nutzlosen Esser" (u.a. durch gezielte Wegnahme [Akquirierung] von Lebensmitteln für die Wehrmacht) anstrebte. Auch im Stalinismus, während der Kulturrevolution unter Mao Zedong in China oder bei den Roten Khmer in Kambodscha fanden sich Elemente negativer Bevölkerungspolitik.

Heute findet Bevölkerungspolitik in Deutschland und über deutsche Entwicklungsdienste in der ganzen Welt, bedingt durch die gnadenlose Ausprägung der Bevölkerungspolitik wärend der Zeit des Nationalsozialismus nur noch indirekt d.h. durch massive Frauenförderung über Deutsche-, EU-, und UNO-Haushalte statt. Je höher der Bildungsstand von Frauen desto weniger Kinder bringen sie zur Welt. Auf diese Weise soll der Überbevölkerung und somit der Kriegsgefahr vorgebeugt werden. So wird z.B. auch das chinesische Ein-Kind-Familienprogramm zu einem großen Teil aus deutschen Steuergeldern finanziert.

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