Berlin-Weißensee
thumb|Lage Weißensee in Berlin Weißensee ist ein Ortsteil im Bezirk Pankow von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 gab es einen eigenständigen Stadtbezirk Weißensee.
Am 1. Januar 2001 wurde der ehemalige Stadtbezirk Weißensee mit den ehemaligen Stadtbezirken Pankow und Prenzlauer Berg zum neuen Verwaltungsbezirk Pankow fusioniert. Der ehemalige Bezirk Weißensee umfasste neben dem namensgebenden Ortsteil Weißensee auch die Ortsteile Heinersdorf, Blankenburg und Karow.
| Inhaltsverzeichnis |
Verkehr
- ÖPNV: Weißensee ist an das Berliner Schnellbahnnetz (S-Bahn) mit den Bahnhöfen Blankenburg (S8, S2) und Karow (S2), aber nicht an das U-Bahn-Netz angebunden. Es gibt mehrere Straßenbahnverbindungen und einige Buslinien, die den öffentlichen Verkehr, auch in die Nachbarbezirke sicherstellen.
- Straßenanbindung: Der Autobahnanschluss Berlin-Weißensee der A 10 befindet sich etwa 10 km nördlich des Ortskerns. Von dort gelangt man über die Bundesstraße B 2, die mit der Berliner Allee die wichtigste Straße von Weißensee ist, in die Stadt. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Prenzlauer Promenade, das Ende der A 114.
Geschichte
Das Dorf Weißensee entstand im 13. Jahrhundert um den Weißen See herum. Reste der in dieser Zeit gebauten frühgotischen Kirche sind noch heute an der Pfarrkirche Weißensee zu sehen. Im 15. Jahrhundert wurde das bäuerliche Land ringsum von Rittern besetzt. Es entstanden mehrere Rittergüter, von denen drei 1745 in den Besitz eines Herrn von Schenkendorf kamen. Dieser verkaufte sie 1875 an den Kaufmann Gustav Adolf Schön, der das Land parzellierte. Während der anschließenden Gründerzeit wurden darauf eine Vielzahl von Häusern gebaut. Die Einwohnerzahl wuchs dadurch bis 1909 rasch auf 37.000.
1880 wurde der Jüdische Friedhof Weißensee, als 3. jüdischer Friedhof in Berlin, eingeweiht. Er gilt heute als der grösste erhaltene jüdische Friedhof Europas. Zum Ende des Baubooms in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden einige Reihenhäuser vom Bauhaus-Architekten Bruno Taut in der Buschallee und der Trierer Straße gebaut.
1920 wurde die Gemeinde Weißensee Teil vom in diesem Jahr gebildeten Groß-Berlin. Es entstand der Stadtbezirk Berlin-Weißensee, dem auch die Ortsteile Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und Malchow angehörten. Diese bildeten ab 1984 mit dem Entstehen eines Neubaugebietes zwischen Hohenschönhausen und Wartenberg den neuen Bezirk Berlin-Hohenschönhausen, der heute zu Berlin-Lichtenberg gehört. Dazu kamen die bis dahin zum Bezirk Pankow gehörenden Ortsteile Heinersdorf, Blankenburg und Karow. Die Einwohnerzahl, die 1931 noch 76.000 betrug, ging damit auf 63.000 im Jahr 1995 zurück.
In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde im Ortsteil Karow das neues Wohngebiet "Karow Nord" gebaut. Es entstand Wohnraum für ca. 20.000 Menschen. Zwischen den Ortsteilen Heinersdorf und Blankenburg befindet sich ein der größten zusammenhängende Kleingartenanlage in Deutschland. Sie ermöglicht vielen Berlinern ein Entspannen am Wochenende auf der eigenen Parzelle.
Kulturelle Einrichtungen
Zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen in Berlin-Weißensee gehören:
- die Kunsthochschule Berlin-Weißensee
- das Kulturhaus "Peter Edel"
- das Kunst- und Kulturzentrum "Brotfabrik" mit Bühne und Kino
- das Kino "Toni"
- die Freilichtbühne am Weißen See.
- das Milchhäuschen am Weißen See.
- das "K14" als einzige Jugendeinrichtung in "Karow Nord"
Weblink
Stadtwappen Berlin
Prenzl. Berg | Pankow | Niederschönhausen | Wilhelmsruh | Blankenfelde | Rosenthal | Buch | Karow | Franz. Buchholz | Heinersdorf | Blankenburg | Siedl. Malchow | Weißensee
Koordinate: 52°33'00 N 13°28'00 O
Weißensee
